Sunrise Avenue @ Docks, Hamburg, 07.11.2017

Moin ihr Lieben!
Es ist durchaus schon einige Zeit her, dass ich auf einem Sunrise Avenue Konzert war. Wobei, gar nicht so lange, das letzte was das Wonderland Orchestra in Hamburg (Dazu gab es auch einen Bericht, HIER zu finden). Ich sollte es also anders formulieren: Es ist durchaus einige Zeit her, dass ich bei einem Sunrise Avenue Konzert war, auf dem weniger als 2000 Menschen waren. Als ich hörte, dass sie im Docks spielen würden, dachte ich mir erst „Au ja, da hab ich Lust zu!“. Aber abgesehen davon, dass die Tickets eh nach zwei Minuten ausverkauft waren, kamen eben doch Zweifel auf. „Das letzte Album mochtest du schon nicht. Was, wenn du das neue genauso wenig magst und dann hast du über 50 Euro für Lieder bezahlt, die du nicht hören willst“

Als „I Help You Hate Me“ raus kam, sah ich mich nur bestätigt. Das Lied ist, vor allem vom Text her, so gar nicht meins. Es ist okay, aber eben nicht meins. Dann schrieb mir eine liebe Freundin drei Tage vor dem Konzert, sie habe noch eine Karte übrig, da ihre Begleitung verhindert war. Und spontan habe ich zugesagt. Und bist zum Tag des Konzertes habe nicht einen der anderen Songs des neuen Albums gehört. (Zu dem Album hat die liebe Janna auch ein Review verfasst!)
Ich habe einfach gehofft, dass es ein paar alte Lieder gibt. Auf dem Weg zum Docks haben wir die CD laufen gehabt, aber ich habe wenig davon mitbekommen, weil wir zu viel gequatscht haben. 😀

Wir waren etwa eine Stunde vor Einlass da. Ein mal, weil wir gar nicht wussten, wann der überhaupt sein würde, und weil meine Freundin gerne mittig stehen wollte und nicht ganz hinten. Um 19 Uhr gingen dann die Türen des Docks auf. Der Einlass war, aus meiner Sicht, super entspannt. Es wurde in Blöcken eingelassen, was ich super fand, dadurch entstand nicht dieses übertriebene gedränge, was man sonst von Sunrise Ave Konzerten kennt. Wir witzelten dann auch noch mit den Securitys, als er das Band wieder vor uns einhakte „Yaay, Front Row!“

Der Wunsch meiner Freundin wurde erfüllt, wir standen ziemlich genau in der Mitte und ich konnte gut sehen. Um Punkt 20 Uhr gingen die Lichter aus (und die Handys an…). Es fing direkt mit Sunrise Avenue an. Keine Vorband, was ich einerseits schade fand, und andererseits gut, weil meine Füße eh schon anfingen weh zu tun. Ich werde wohl alt. (haha) Für mich als früheren Sunrise Fan, damals als sie noch kleinere Hallen bespielten, war es, als wäre ich zurückgeworfen worden ins Jahr 2011. Man hatte manchmal das Gefühl, der Samu würde nur für einen selbst singen.
Los ging es mit neuen Songs. Und sie gefielen mir! (Nicht so gut wie die ganze alten, aber sie gefielen mir.)
Samu betonte, wie schön es war, wieder auf einer kleineren Bühne zu stehen und die Gesichter des Publikums mal wieder sehen zu können, weil es keine Scheinwerfer gab die einen blendeten.
Man konnte sehen und spüren, wie viel Spaß es ihnen machte, mal wieder vor einer „kleinen“ Menge zu spielen.

Einige der neuen Songs gingen mir tatsächlich sehr nah. Vor allem aber „Beautiful“ (den hab ich mir direkt danach besorgt).
Samu hat viel erzählt. Der Spitzname Laber-Haber passt irgendwie noch immer. Einmal fragte er, wer denn Tinder hätte und konnte nicht glauben, das nur zwei sich meldeten. Ich glaube das auch nicht so ganz! 😀
Osmo ist noch immer der gleiche Flummi, der er damals schon war. Manchmal dachte ich echt, er fällt mitsamt Keyboards einfach gleich um. Raul hat noch immer seine süßen Tanzeinlagen, Riku seine witzigen Gesichtsausdrücke und Sami sitzt gechillt hinter seinen Drums. Samu klopft den Takt an seiner Gitarre, eben genau wie früher. Einiges ändert sich eben nie.

Dafür hat sich die Lautstärke echt verändert. Es wurde stellenweise richtig gekreischt, ich war mir sicher, dass ich mit einem Tinnitus nach Hause gehen würde.

Leider, leider haben sie keine alten Lieder gespielt. Ja, ich weiß, es ist eine Promotour zum neuen Album. Aber nicht mal Fairytale Gone Bad? Damit fing doch alles an, es ist doch irgendwie ungeschriebenes Gesetz, dass der erste Hit gespielt wird. Für mich jedenfalls. Das älteste Lied an diesem Abend war „Hollywood Hills“. Ein weiteres „Älteres“ Lied war „Lifesaver“ und das war es dann mit alten Songs. Ansonsten gab es nur neue. Samu sagte, es sei ein Beweis dafür, wie sehr sie das Album lieben und betonte, dass es das erste mal sei, dass sie fast alle Lieder eines Albums auf einem Konzert spielten. Ist ja auch schön, freut mich für sie (Ich finde Heartbreak Century auf echt besser als Unholy  Ground), aber so ein paar alte Lieder fehlten mir doch.

Dafür gab es Interaktion mit dem Publikum. Vor dem Song „I Help You Hate Me“ wurde gefragt, wer denn ein gebrochenes Herz hat oder ob sich jemand kürzlich getrennt hat. Daraufhin sprach er jemanden aus der Menge an (Shoutout an Johanna, hoffe dir gehts gut! ;)) und es folgte eine kleine Lebensweisheit seinerseits, dass man ja nie aufhört einen Menschen zu lieben, wenn man ihn ein mal geliebt hat. Und dass leider doch der Hass nach der Liebe kommt.
Nach „I Help You Hate Me“ kam dann „Home“. Ein sehr schönes Lied, dessen Melodie mich aber irgendwie an ein Weihnachtslied erinnert. Trotzdem toll, und Weihnachten mag ja sowieso fast jeder. 😉

Ja. Und dann war es vorbei. Um 21:20 Uhr. Während des Liedes sagte Samu ein paar Worte des Dankes. Und als das Lied vorbei war, gingen sie. Kein winken (Also jedenfalls hab ich es nicht gesehen), kein verbeugen. Kenne ich so gar nicht von ihnen. Man hatte irgendwie das Gefühl, als wäre man zu früh gegangen und hätte das Ende verpasst. Meine Freundin zog den irgendwie passenden Vergleich, dass es so war, wie den ganzen Tag Hunger zu haben und man freut sich auf richtig tolles Essen, und dann gibts ne Stulle. Schmeckt auch, aber eben nicht ganz so geil.

Vielleicht war es auch symbolisch gemeint, dass es ja nicht zu Ende ist, im März geht es ja mit der Arena Tour weiter. Aber ich fand das irgendwie nicht so pralle.

Aber Alles in Allem fand ich, dass es ein tolles Konzert war. Ein bisschen Mau vielleicht für das Geld, aber es wird ja eh alles teurer. Ich würde noch mal gehen, aber eben nicht in die Arenen. Das gefällt mir nicht so.

Und das war es erst mal mit meinen Eindrücke. Weiter unten findet ihr die Setlist des Abends.
Falls ihr auch dort wart, oder auf einem der anderen Konzerte, dann teilt das gerne mit, es würde mich sehr interessieren, wie andere es empfunden haben! 🙂

Auf bald!
-Tabea

Stelist:
1. Never Let Go
2. Somebody Like Me (Crazy)
3. Afterglow
4. Beautiful
5. Lifesaver
6. Question Marks
7. Room
8. Heartbreak Century
9. Let Me Go
10. Flag
11. Hollywood Hills
12. Point Of No Return

Encore:
13. I Help You Hate Me
14. Home


Setlist Source: https://www.setlist.fm/setlist/sunrise-avenue/2017/docks-hamburg-germany-13e0b91d.html

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