Album Review: Captain Capa – This Is Forever

Am Freitag, 28.04.17 ist es soweit: Das neue Captain Capa Album „This Is Forever“ erscheint unter Audiolith. Wer ein Album wie „Foxes“ erwartet, der ist hier fehl am Platz! Sänger Hannes (aka Ashi) beschreibt „This Is Forever“ und den Vergleich zum Vorgänger „Foxes“ folgendermaßen:

„„Foxes“ fühlte sich eher wie ein Konzeptalbum an. Alle Songs sind in einer relativ kurzen Zeit entstanden. Zudem hatten die Songs eine Art Oberthema, dadurch war es sehr homogen. Teils aber auch düster, weil sehr viele negative Gedanken mit hinein geflogen sind. Und eigentlich wollten wir lieber wieder den Spaß im Vordergrund haben, ohne uns zu überlegen, ob die alle in eine Kiste passen. Und es war halt echt so, dass wir schon viele Ideen hatten, die wir aber vor einem Jahr alle verworfen haben. Es war mehr wie ein Hobby im Studio, und nicht so, dass eine Band wieder eine neue Platte machen muss. Klar, es ist ja auch unser Beruf, Musik zu machen, daher war es natürlich auch anstrengend. Aber auch, weil wir lange gefriemelt haben und sehr ins Detail gegangen sind.“ [Interview mit Album der Woche]

„Und dieses mal ist es noch krasser. Wir haben einfach alles gemacht, was uns in den Sinn gekommen ist!“ [Interview mit IKLM].

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Foto: Timo Roth

Das Album umfasst 14 Songs zzgl. 4 Bonustracks (Death of a Hydra EP), was einer Gesamtspielzeit von 72 min entspricht.

Mit diesem Album haben sich Captain Capa neu erfunden, elektronisch, positiv, düster und tanzbar: alles wird auf dieser Platte vereint.

Eröffnet wird „This Is Forever“ mit dem Song „Nightwings“, der damals den Arbeitstitel „Bebidrive“ trug und schon zum ersten „Sky auf Erden“ im Januar diesen Jahres im Molotow live präsentiert wurde. Der zweite Track ist „The Fever“, welcher mich persönlich an eine Boyband erinnert, was natürlich nichts negatives ist. Das Ganze könnte so im Radio laufen und hat ein großes Ohrwurm- und Mittanzpotential. Als zweite Veröffentlichung neben „O O O“ sollte dieser Song dem ein oder anderen bereits bekannt sein. „O O O“ gehört auch zu meinen persönlichen Favoriten, da dieser einen schnelleren Beat zum Mitmachen mit sich zieht. „Clarendon“ ist so ein Song, der Videospiele musikalisch begleiten könnte. Erinnert mich ein wenig an den „Scott Pilgrim against the world“ Soundtrack von Anamanaguchi. Dieser Song überbringt ein positives Gefühl und wird live sicher ein Kracher, zu dem man gut abspacken kann. Nicht umsonst ist das Tabeas Anspieltipp!

„Vantaheart“ hat mich persönlich sehr überrascht, da dieser Song größtenteils gerappt wird. Eine neue Seite der Capa-Guys. Wie bereits erwähnt: Captain Capa haben sich mit dieser Platte neu erfunden! Bei „Kings of Nothing“ wird nicht so sehr auf das Mittanzen gesetzt, hier scheint es mehr um den Text zu gehen, daher ist dieser Song eher ruhiger. Ebenso ist es mit den Songs „This Is Where I Lost You“ und „Athena“, welcher wohl der langsamste Track des Albums ist. Was mir bei „This Is Where I Lost You“ persönlich missfällt ist dieses gepitchte „What to do?“ im Hintergrund. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich (nicht) streiten, richtig? 🙂

90er-Jahremäßig finde ich die Umsetzung des Songs „Gazer“, mein Favorit ist dieser Song jedoch nicht. Ich finde den Song zu „unaufregend“ und monoton. Aber auch hier gilt: Jedem das Seine! Im Song „The Weeks After“ gefällt mir das Gepitchte jedoch ganz gut, auch dieser Song hat was von Videospielmusik, zu der Autotune besser passt.

In die Reggae-Richtung bewegen sich die Jungens mit „Judd Apatow Lied To Me“. Auch hier sind das wieder unerwartete Klänge. Dieser Song eignet sich gut für einen Abend am Strand mit Freunden, Bier und Lagerfeuer. Dazu kann man sich rhythmisch barfuß im Sand von links nach rechts bewegen. Bringt eine schöne Atmosphäre mit sich.

Mit „Savescummer“ und „Trondheim“ haben sich Captain Capa zwei Goldstücke bis zum Ende aufgehoben. „Savescummer“ lief unter dem Motto „Macht mal was wütendes. -Ok.“ Meiner Meinung nach gehört der Song zu den besten auf dem Album, Lea hat „Trondheim“ zu ihrem Favoriten ernannt. Auch das ist verständlich, da dieser Song super zum Mitmachen ist und live sicher auch sehr geil werden könnte!

Als langsameren Abschluss der Tracklist eignet sich „Anomaly 87.1“ nach den beiden Krachern sehr gut. Mit dem Song kommt man gut runter und kann alles nochmals auf sich wirken lassen.

Die Bonustracks sollten bereits von der „Death of a Hydra“ EP bekannt sein 🙂

 

Anspieltipps: Savescummer (Michelle), Trondheim (Lea), Clarendon (Tabea)

Tracklist:

  • 01. Nightwings
  • 02. The Fever
  • 03. Clarendon
  • 04. Vantaheart
  • 05. Kings Of Nothing
  • 06. O O O
  • 07. Athena
  • 08. This Is Where I Lost You
  • 09. Gazer
  • 10. The Weeks After
  • 11. Judd Apatow Lied To Me
  • 12. Savescummer
  • 13. Trondheim
  • 14. Anomaly 87.1

Bonus Tracks (Death of a Hydra EP):

  • 15. Haruka
  • 16. Vipera
  • 17. 42 Summers
  • 18. Mirage

 

Fazit: Captain Capa haben sich weiterentwickelt und sind erwachsener geworden. Das Album ist im Allgemeinen sehr gut zum Mittanzen ausgelegt, wird durch ruhigere Songs jedoch ganz gut ausbalanciert. Ein Vergleich mit dem Album „Foxes“ ist nicht möglich, dazu sind die beiden Platten zu verschieden. Öfter Mal was Neues ist die Devise, richtig?

Vorbestellung über Audiolith und andere Plattformen ist HIER möglich. Erhalten könnt ihr das schmucke Stück auf CD, digital und als LP.

Tourdates:

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~ Michelle

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