Handgemacht Festival @Cadillac, Oldenburg, 01.04.17

Am Samstag gab’s das kleine aber feine Handgemacht Festival in Oldenburg im Cadillac. Der Eintritt basierte auf Spendenbasis, sodass jede*r die Möglichkeit hatte, dieses Festival zu besuchen. Ganz große Klasse! Danke dafür, liebe Organisatoren 🙂 ❤

Es gab den Kreativmarkt mit verschiedensten Ständen, eine Kleidertauschbörse, das Team vom Tresentheater gab sein Talent zum Besten, es gab die Möglichkeit zum Siebdruck, Veggiemaid hatte viele Leckereien dabei und natürlich darf auf einem Festival auch die Musik nicht fehlen!

Das Line-Up:

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Luckless

Als allererstes trat um 14:30 Uhr die liebe Ivy von Luckless auf. Mit ihrer Loopstation und ihrer Gitarre stand sie da. Eine super sympathische Erscheinung, eine super sympathische Künstlerin. Der Hauptbestandteil von Luckless ist Ivy Rossiter, die für die Vocals und Gitarre zuständig ist. Manchmal hat sie musikalische Unterstützung von Logan Compain, Rob Collins oder Ben Eldridge. Gegründet wurde das Projekt Luckless 2010 in Auckland, mittlerweile ist Ivy in Berlin wohnhaft.

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10 Songs stellte sie dem Festivalpublikum vor. Die meisten Songs waren Eigenkompositionen, wie „So talk“, „When you asked“ oder „Better than being blue“ (oben seht ihr die handgeschriebene Setlist, die sie in ihrem Büchlein vor sich liegen hatte). Die Fähigkeit mit dem loop pedal umzugehen, hat mich sehr begeistert. Super souverän spielte sie die Sounds ein, tippte hier und dort mit dem Fuß auf die Pedalen und alles saß. Ich wäre vor Verwirrung untergegangen. Wahnsinn! Ihre Stimme hatte ein tolles Volumen und eine sehr schöne Klangfarbe. Mit ihrem unperfekten Deutsch erzählte sie über ihre Songs, manchmal wechselte sie ins Englisch, da sie sich damit sicherer fühlte. Nach dem Gig durfte ich mich noch mit ihr unterhalten, sie ist einfach super lieb.

Ihr solltet unbedingt bei Luckless reinschauen und -hören: BandcampWebsiteFacebookInstagramTwitter.

 

SON

Als zweiter Künstler des Tages trat SON auf. Ein Singer-Songwriter aus Braunschweig, der viel durch die Welt reist. In Japan wurde er mal für Ed Sheeran gehalten und sollte Autogramme geben. Auch auf den Hinweis seinerseits, dass er nicht Ed Sheeran sei, sollte er trotzdem Autogramme geben. Das war nur einige seiner ganzen Geschichten. Ein sehr redseliger und ebenfalls sehr sympathischer Künstler. Son heißt im richtigen Leben Timo und wird dieses Jahr 36 Jahre alt. Seit 15 Jahren macht er ca. Musik, doch bereits im Grundschulalter sang er hier und da. Die Musik begleitet ihn fast sein ganzes Leben lang. Nun reist er als Singer-Songwriter durch die Welt und bereichert die Menschen mit seiner Musik. Seine Stimme ist weich und meine erste Assoziation war tatsächlich Ed Sheeran.

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Er performte auf der Bühne nur mit seiner Gitarre und stellte uns unter anderem seine Songs „Get lost“, „Nebraska“, „Sad,sad world“ und „Lucky now“ vor. Momentan fahre ich sowieso total auf Singer-Songwriter ab und er blieb einfach direkt im Ohr. Immer ’ne kleine Story auf Lager grinste er das Publikum an und trug mit vollen Emotionen seine Songs vor. Einfach toll!

Schaut auch gerne bei ihm rum. Facebook. Website. Instagram. Twitter.

 

North Alone

Last but not least im Gartensaal waren North Alone. Manuel North übernahm die Gitarrenmusik und die Vocals und als Unterstützung hatte So-Komneth Sim an der Geige dabei. Die Osnabrücker machen seit 2011 Punk-based Songwriter Folk und bringen diesen erfolgreich an den Mann (und die Frau ;D). Mein Chemikerherz ging direkt beim ersten Song „Hydrogen Peroxide“ auf.

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Im Gegensatz zu der Musik von Luckless und SON, hatte man bei North Alone den Drang mitzuwippen, sich zu bewegen oder zu tanzen. Die Fidel gab dem Ganzen einen irischen Klang, das gefiel mir sehr. Diese raue Stimme von Manuel passte super zu den Songs und erinnerte etwas an einen Abend im Irish Pub mit Whiskey und Zigarren. Dem Publikum nach zu urteilen, war das die bekannteste Band des Tages, denn der Raum war echt gut voll und sie haben die meisten Facebook-Likes :D. Und sie spielten über eine Stunde, die wie im Flug verging. Der Song, der mir im Herzen geblieben ist, war „The Road Most Traveled“. „Wenn jemand auf einem Konzert neben euch steht und die ganze Zeit redet und ihr das gleiche Geld bezahlt habt, dann sagt das dieser Person auch. Die meisten Musiker weisen das Publikum nicht daraufhin, ich mache das!“, waren ungefähr die Worte von Sänger Manuel. Wenn ihr zu einem Gig geht, dann schenkt den Künstlern eure Aufmerksamkeit und redet nicht die ganze Zeit unhöflich dazwischen, das macht keinen Spaß. Danke dafür, North Alone!

Auch hier heißt es: hört rein, schaut vorbei!

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About Béliveau

Das Abendprogramm auf der Hauptbühne eröffneten Niklas und Ferenc der Noiserock-Band About Béliveau. Das absolute Kontrastprogramm zum Tagesprogramm. Harte Töne, Drums und Musik zum Pogen und Headbangen. #geilgeilgeil

About Béliveau gibt es seit 2015 und die beiden Herren kommen aus Hannover und Bielefeld. Bisher haben sie die EP „Modest Candour“ rausgebracht und arbeiten an einer zweiten EP. Wann diese fertig sein wird, weiß bisher keiner.

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Mit harten Screams und Shouts und melodischen Vocals trafen About Béliveau die perfekte Mischung. Für Fans von härterer Musik absolut lohnenswert! Wechselnde Lichterfarben und Bass untermalten das Ganze nochmal. Schade, dass nicht so viel Publikum da war. Wäre sicher was zum Pogen und Moshen gewesen!

Die Jungens findet ihr bei Facebook. Website. Instagram. Soundcloud.

 

Johnny Karate

Echter Oldenburger Punkrock seit 2016! Johnny Karate sind Lorenz Anders, Lisa Bull und Alex Karacho. Ihre Songs? Deutsch und ehrlich! Sich selbst bezeichnet die Band folgendermaßen „Johnny Karate sind ein klassisches DIY-Projekt direkt ins Herz, ins Hirn und manchmal auch in die Eier. Nicht jedermanns Sache? Na, zum Glück!“ Geile Sache, muss man unterstützen!

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Die Band interagierte viel mit dem Publikum. Irgendwann gab es die Spaßpolizei und als Freude des Ausdrucks wurde nicht mehr gejubelt, sondern „Spaß“ und „Freude“ gerufen. Songs wie „Folgt dem weißen Hasen“, „Komm Junge“ und „Es ist wohl wie es ist“ luden ein zum Mitgröhlen. Auch hier hatte man Bock zu tanzen, zu pogen, zu moshen. #geilgeilgeil#2

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GranDuca

Den krönenden Abschluss bildeten GranDuca. Mit Stoner-, Classic-, Hard- und Mud-Rock beendeten sie dieses wunderbare Festival. Für die Vocals und die Gitarre zuständig ist Johannes Gerbe, Hendrik Friedel unterstützt mit einer weiteren Gitarre. Am Bass findet man Christoph Bextermöller und an den Drums rockt Felix Hoffmeyer. Seit 2013 machen die vier zusammen als GranDuca Musik und sind demnächst mit den griechischen Nightstalker erneut im Cadillac. Schaut hier.

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Leider kann ich mich nicht erinnern, welche Songs sie gespielt haben. Aber die Musik war super und mit einem Bierchen in der Hand war es die perfekte Atmosphäre. Headbangende Gitarristen und Bassisten, eine gut gelaunte Band und ein motivierter Drummer. Bei Soundcloud und Backstagepro könnt ihr mal reinhören! Bei Facebook könnt ihr ein Däumchen lassen!

 

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Festival mit tollem musikalischen Line-Up! Ich freu mich schon jetzt auf das kommende Handgemacht Festival. ❤

Stay tuned!

~Michelle

 

 

 

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