Album Review: Tokio Hotel – Dream Machine

Wir alle kennen sie: Tokio Hotel. Die Meinungen sind gespalten: Man liebt sie oder man hasst sie. Drei Jahre sind seit dem letzten Album „Kings of Suburbia“ vergangen und mit der „Dream Machine“ hat die Band eindeutig ihren Horizont erweitert.

Das Album umfasst 10 Songs und weist eine Gesamtspielzeit von 40 Minuten auf. Positiv aufgefallen ist mir das Cover: alle vier Bandmitglieder sind darauf  vertreten, im Gegensatz zum Album-Cover von „Kings of Suburbia“, auf dessen Cover nur Bill zu sehen war. Dicker Pluspunkt!

Die Musik selbst hat sich doch noch stark verändert, im Gegensatz zum letzten Album. Einen Vergleich zu den aller ersten Alben ist gar nicht mehr möglich. Die Songs sind erwachsener und sprechen ein größeres Publikum an. Ich wette mit euch, wenn ihr jemandem einen der Songs vorspielt, der Tokio Hotel nicht mochte/mag, der wird sie nicht erkennen und möglicherweise ganz gut finden. Das neue Album geht mehr in der Mainstream-Bereich und vereint Synthesizer mit gepitchten Vocals. Die neuen Songs finde ich nicht ganz so partymäßig, wie die des letzten Albums und sie sind weniger gut tanzbar. Mehr was für’s Ohr als für’s Bein!

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Ein großes Eigentor haben sie sich mit dem ersten Song „Something New“ geschossen. Ich finde, dies ist der schlechteste Song des ganzen Albums. Dieser wurde als erstes veröffentlicht und vermittelt, meiner Meinung nach, einen falschen Eindruck über das Album. Das Video ist, leider, ebenfalls sehr langweilig. Der Fokus liegt einzig und allein auf Sänger Bill, der als einziger in dem Video dargestellt ist. Er läuft durch eine Wüste – da fehlt mir der Pepp. Das Video ist genauso langweilig, wie der Song an sich. Diesen Song als erste Singleauskopplung und als ersten Track zu wählen, ist eine schlechte Idee.

Der Rest des Albums ist eine starke Steigerung. „Boy don’t cry“ ist ein „catchy“ Song, der geht direkt ins Blut und bleibt im Ohr. Genauso wie „What if“ und „Dream Machine“.

„Easy“ ist ein eher ruhiger Song, welcher mir ebenfalls sehr gut gefällt. Der Text gefällt mir. „When life was easy and we smoked weed in the backseat of your car and watched the stars“, eine Zeile, die mir aus der Seele spricht, in die man sich bildlich so gut hineinversetzen kann.

Alles in Allem ist dies ein sehr gelungenes Album, mit neuen Sounds, die nicht in jeder Dorfdisco laufen. Das größte Defizit ist die erste Single bzw. der erste Track und das dazu gedrehte Video.

Anspieltipps: What if, Easy, Boy don’t cry

Tracklist:

  1. Something New
  2. Boy Don’t Cry
  3. Easy
  4. What If
  5. Elysa
  6. Dream Machine
  7. Cotton Candy Sky
  8. Better
  9. As Young As We Are
  10. Stop, Babe

Zum neuen Album gibt es natürlich auch eine Tour.

Die deutschen Tourdates:

15/3/17 – Hamburg
16/3/17 – Frankfurt
24/3/17 – Köln
25/3/17 – Stuttgart
31/3/17 – München
01/4/17 – Leipzig
04/4/17 – Berlin

Stay tuned!

Michelle~

Fotos: facebook.com/tokiohotel

 

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