Interview mit Captain Capa am 19.01.2017! #Capa2017

Am 19.01. waren Captain Capa bei der ersten Ausgabe von dem „Sky auf Erden“ am Start, was von unseren Freunden von ❤ Audiolith ❤ (das muss so mit den Herzen!) veranstaltet wurde!
Im Rahmen dieser Veranstaltung durften wir (Michelle & Tabea) die Herren von Captain Capa interviewen. Was ihr 2017 von den 3 Hübschen so erwarten könnt, ist hier nachzulesen! Viel Spaß! 🙂

Michelle:
Hallo, Captain Capa. 2016 hat viel gebracht. Viel Gutes, viel Schlechtes. Was waren eure musikalischen Highlights 2016? Was war der beste, bzw. der nervigste Song?

Hannes:
Oh! Das ist ja cool. Gute Frage. Was fand ich denn schlimm? Also, meine Lieblingsplatte war die neue von Drake. Ich bin ja großer Fan und  fand das Album eigentlich fantastisch. Zwar musste ich mich ein bisschen dran gewöhnen, aber dann wurde es den ganzen Sommer durchgepumpt! Außerdem habe ich so Emo-Zeug wieder für mich entdeckt. Tiny Moving Parts zum Beispiel. Klingt wie die Emo-Bands so von 2004 rum. Und ich habe Mainstream-Popmusik wieder für mich entdeckt. Ein bisschen jedenfalls.

Marco:
Tina Turner, MC Hammer?! (Gelächter)

Hannes:
Nee, aber ich hab tatsächlich angefangen Mainstream-Pop wieder zu entdecken! Meist übersehe ich das Radiozeug, aber zur Zeit ist das eigentlich ganz cool. Natürlich nicht alles. Aber immer wenn wir gerade eine neue Platte aufnehmen, dann höre ich viel deutlicher anderen zu. Da werden die ganzen Tricks abgeguckt á la “So, wie machen die das in Amerika?”.

Mario:
Ansonsten weitere Highlights?  …Yung Hurn!?

Hannes:
Ach so, ja. Viel Yung Hurn und LGoony und sowas. Bianco, der Hit des Jahres .

Marco:
Ich war etwas überrascht, dass At The Drive In kurz vor Jahresende noch einen gedroppt haben. Fand ich sehr gut.

Hannes:
Ich muss jetzt bei At The Drive In immer an das Video denken, das du mir geschickt hast. Da ist zu sehen, wie sich der Sänger während eines Auftritts in einer Kiste versteckt! Er klettert im Song einfach rein und macht sie zu. Dann hüpft diese Kiste über die Bühne und du hörst ihn nur singen.
[Videolink: https://youtu.be/94TJJ7pPsAk?t=1143 ]
Aber was war denn nervig 2016? Vieles bestimmt, aber…

Marco:
Schwierig, ist ja auch schon 19 Tage her! (Gelächter)

Michelle:
Wir geben mal ein Beispiel: „Die immer lacht“?

Hannes:
Oh ja! Stimmt! Das Schlimme ist ja, wir kommen aus der Ostdeutschen Provinz. Dort kommen die ja auch her und da hört man viel von solchem Kram. Ich hab mir die sogar zufällig in ner Dorfdisse live angeguckt. Ich wollte dieses Mysterium mal sehen und es war noch schlimmer als im Radio.

Mario:
Aber da hast du natürlich mitgetanzt, ne!? (Gelächter)

Hannes:
Nee, da hab ich mich wirklich verweigert. Eigentlich tanze ich auf jeden Mist, aber da hab ich mich verweigert.

Marco:
Aber hat sie Gitarre gespielt?

Hannes:
Nee, sie war nicht mit. Nur diese beiden DJ’s. Das war schon echt furchtbar.

Michelle:
Oh, Wahnsinn. Und wie steht es mit dem„Holz“-Song?

Hannes:
(Entsetztes einatmen) Oh Gott, der ist ja auch von 2016. Oh Gott. Doch der. Der ist noch schlimmer! 257ers waren auch echt krass. Aber mein allerschlimmster Musikmoment 2016 war als ich zu Weihnachten nochmal in dieser besagten Dorfdisco war. Da hat ein House-DJ seine Remixe gespielt. Und plötzlich schallt aus den Boxen ein House-Remix von der Weihnachtsbäckerei. Das Schlimmste was ich je gehört habe! Ich stand da in diesem Raum, es war knackenvoll und diese Leute sind einfach nur durchgedreht.

Michelle:
Gut zu wissen, ich sollte nicht in Dorfdiscos gehen.

Hannes:
Nee. Doch!

Tabea:
Wir haben doch auch eine, Spohle. Die einzige Disco in der Nähe der umliegenden Dörfer. Da rudern die gerne, kennt ihr rudern?

Hannes:
Nein.

Tabea:
Kennt ihr das Lied? Aloha He von Achim Reichelt?

Hannes:
Ach das, ja doch.

Tabea:
Genau, und da sitze dann alle hintereinander in Reihen auf den Boden, die gesamte Tanzfläche voll, und es wird gerudert. Vor, zurück, und so weiter. Und im Refrain dann die Arme hoch. [Videolink https://www.youtube.com/watch?v=cV5jP8Sp9q0 ]

Marco:
Wir haben mal mit Supershirt ganz weit im Süden gespielt. Nach unserem Konzert wurden wir in einem Landhotel untergebracht. In dem feierte gerade eine Schulklasse Klassenfahrtsdisko. Wir haben das ganze dann von der Bar aus beobachtet. Nun wird ein uns unbekanntes Lied gespielt, in dem ein älterer Herr vom Bobfahren sang. Plötzlich setzten sich alle auf den Boden in 4-5 Reihen und sind dann Bob gefahren. (Gelächter)
Wir saßen da also im südlichsten Zipfel von Deutschland und denken uns „Okay, wow.“
[Videolink https://www.youtube.com/watch?v=gyToMNSkPsI ]

Hannes:
Krass.

Tabea:
Naja, bei uns rudern sie halt. Wir sind ja auch im Norden. (Gelächter)
Aber kommen wir mal zur Musik. Habt ihr euch ein musikalisches Motto gesetzt, oder Vorsätze für 2017?

Hannes:
Schwierig. Wir kommen ja gerade aus dem Studio. Sind aber noch nicht ganz fertig. Das Album liegt also in den letzten Zügen. Im Moment ist es schwierig dem Ganzen ein Motto zu geben. Wir wollen ja auch noch nicht zu viel verraten.

Marco:
Es ist auf jeden Fall vielfältiger geworden.

Hannes:
Richtig. War ja schon immer so, dass man bei uns schwer sagen konnte, in welche Richtung diese Musik überhaupt geht. Und dieses mal ist es noch krasser. Wir haben einfach alles gemacht, was uns in den Sinn gekommen ist!

Tabea:
Der Traum von der Schlagerband wird jetzt also doch Wirklichkeit?

Hannes:
Ja genau. Also, wir singen ja auch Englisch, aber wenn wir es auf Deutsch übersetzen würden… da hätten wir so ein, zwei Nummern, die könnte man auch im Fernsehgarten anbieten! (Gelächter)

Aber es wird auf jeden Fall echt bunt. Und da haben wir halt auch Lust drauf. Unser letztes Album, Foxes, ist jetzt schon eine ganze Weile her. Und es war auch ein wenig düster, was die Themen angingen. Und dieses mal haben wir gesagt „Ne, lass uns mal lieber etwas Spaß haben.“ Und das kommt auch so hin.

Michelle:
Also lassen wir uns einfach überraschen. Verratet ihr denn wenigstens wie viele Songs es werden?

Mario:
Es ist eine Zahl zwischen 10 und 15! Aber da wir jetzt noch fertig sind, bleibt auch uns dies noch ein Mysterium.

Michelle:
Wir sind sehr gespannt! Heute Abend gibt es aber eine kleine Geschmacksprobe, außer OOO?

Hannes:
Ja, neben OOO, den wir noch nie live gespielt haben, testen wir heute noch einen Brandneuen.

Marco:
Leider haben wir heute nicht mehr Zeit für weitere neue Stücke. Wir spielen ja nicht alleine. Und es ist noch Party! Aber wir sind gespannt auf die Reaktionen.

Tabea:
Nachher drehen euch alle den Rücken zu.

Hannes:
Ja, genau sowas. Man weiß ja nie. Aber das war beim Album machen auch schon son Ding. Wir sind ja eine Band, die ganz viel auf Facebook usw. aktiv sind und fleißig kommentieren und beantworten. Und trotzdem ist das eine Blase. Es gibt die Leute, die einen schon kennen. Und die meinen dann „Ey, ich erinner‘ mich an ein Konzert von euch. Das war 2009. Genau SO will ich euch wieder sehen!“

Marco:
Das alte Lied: Die erste Platte war die Beste!

Hannes:
Genau. Und das ist super schwierig, denn egal ob man es will oder nicht, man nimmt das immer mit und denkt sich „Ach Mist, jetzt muss ich doch noch nen Song schreiben der für diese Leute auch passt.“ Und davon haben wir uns irgendwann im Studio komplett entfernt.

Marco:
Das ist eben dieses Weezer Phänomen. Alle wollen die blaue Platte noch mal, aber man kann sie nicht einfach nochmal schreiben. Außer man nimmt die Songs halt nochmal auf. Aber selbst dann wäre es wieder nicht richtig. Sie klingt ja anders als die alte.

Tabea:
Ja, Entwicklungen von Bands sind schwierig für viele.

Marco:
Die sind ja auch nicht immer gut. Aber man kann nur einfach nicht immer das Selbe machen.

Hannes:
Ich kann das schon ein bisschen nachvollziehen. So als ich noch so richtig Fan war. Bloc Party war meine absolute Lieblingsband und das erste Album ist für mich immer noch der Knaller. Und man denkt dann „Oh, die nächste Platte wird bestimmt genauso!“ Dem war natürlich nicht so. Die waren auch gut, aber eben nicht so gut.

Aber sobald man selber in der Situation steckt, also selber Musik macht, merkt man, das geht gar nicht. Selbst man sich vornehmen würde, dass wir alles genauso wie damals. Das würde nicht funktionieren. Es ist nicht das, was uns Spaß macht. Man ist nie wieder 22, hört nicht die gleiche Musik, hat ganz andere Probleme. Und wenn mans über’s Knie brechen will, wird das erst recht ätzend. Und das fällt den Leuten dann natürlich auf.

Marco:
Die sind auch nicht doof, die Leute.

Hannes:
Eben. Leider. (Gelächter) Nein, wir haben das gemacht, was uns am Besten gefallen hat. Wir hatten richtig Spaß dran und ich hoffe, das ist der Funken, nach dem die Leute suchen. Das man hört, dass die Band da Spaß dran hatte und dass dies deren Ding ist. Vielleicht ist das der Magic Key.

Michelle:
Ja, ihr postet ja viel und immer kleine Tipps. Aber was genaues verratet ihr nie!

Mario:
Das ist der Zauber! (Gelächter)

Hannes:
Genau. Ganz viele Bands machen das ja so, dass sie für ein halbes Jahr gar nichts posten und einfach verschwinden. Aber wir waren, wie gesagt, schon immer sehr interaktiv und haben uns gedacht, wir nehmen die Leute einfach mit ins Studio. Wir haben Snapchat für uns entdeckt. Das ist schon witzig! Mal kurz Instrumente gezeigt oder sowas.

Michelle:
Habt ihr schöne Geschichten? Hat vielleicht irgendwer den Vogel abgeschossen oder ein Instrument kaputt gemacht?

Marco:
Also peinliches ist natürlich nicht passiert, aber es war ein steiniger Weg. Dem Produzenten ist zum Beispiel seine Festplatte abgeraucht, ich war krank, solche Sachen. Aber sonst war es nur viel lustiges.

Hannes:
Wir sammeln immer Outtakes. Wir machen halt viel Quatsch nebenbei und es entwickeln sich Insider / Running Gags, die dann auch aufgenommen werden. Das haben wir schon beim letzten Album gemacht. Gezeigt werden diese aber nie. Die gehören nur uns und dem Produzenten. Alle paar Jahre klicken wir mal dann da durch und lachen uns kaputt.

Michelle:
Der Song OOO. Was hat es mit dem Video auf sich? Es ist ja sehr bedeckt und mysteriös.

Mario:
Ja, damit ist doch alles schon gesagt!

Hannes:
Es ist das erste Video, das wir selbst gemacht haben. Eigentlich sollte das mal ein Lyricvideo werden. Die sind ja gerade total angesagt und wir wollten nicht so viel Geld ausgeben.

Mario:
Aber nach und nach während des Vorbereiten und Drehens ist immer mehr dazugekommen, so dass wir auf die Lyrics verzichtet haben.

Hannes:
Am Ende ist sogar so was wie ne Story draus geworden. Aber es steckt nichts großes, Bedeutsames dahinter. War ein schönes Do-It-Yourself-Ding, das Spaß gemacht hat.

Michelle:
Kann man demnächst denn ähnliches erwarten?

Mario:
Vielleicht. Die Songs sind ja noch nicht komplett fertig. Heißt, wir stecken noch in der Planungsphase, aber…

Hannes:
..aber wir haben auch mal wieder Lust auf Geld ausgeben. Also ich hab Lust auf n richtig schönes teures Video! (Gelächter) Aber da kommt bestimmt noch ganz viel.

Michelle:
Also können wir noch viel erwarten von euch, dieses Jahr.

Hannes:
Oh ja! Ich sag es immer wieder: Das wird das große Captain Capa Jahr! #CAPA2017

Michelle:
Wie siehts mit Konzerten aus? Ist schon etwas geplant?

Marco:
Also ich denke, dass wir dann demnächst auch alles bekannt geben werden.

Hannes:
Also wir machen im Frühling eine kleine Releasetour und dann kommt später im Jahr noch etwas mehr.

Michelle:
Super! Dann werden wir uns spätestens da wieder sehen. Das wäre es dann auch erstmal von uns.

Hannes, Marco & Mario:
Ja, schön war’s! Dankeschön!

Da das Interview schon einen Monat her ist, gibt es auch schon die ersten Tourdaten
16711822_10154372016580784_2678247175226616405_n

Auch wir sagen noch mal ein fettes DANKE an Captain Capa für das tolle Interview, es macht immer wieder Spaß mit euch! Liebe! ❤  Und natürlich auch an AUDIOLITH, ohne die das Ganze gar nicht möglich wäre! :*
Dieses Mal gab es auch endlich ein Foto zusammen.

16144627_10206778615897617_1141090593_n

 

Quelle Titelbild: (pic by Timo Roth , Source: https://www.facebook.com/captaincapa/photos/a.445566670783.238116.121640235783/10154394621645784/?type=1&theater )

Quelle Tourbild: https://www.facebook.com/captaincapa/photos/a.321450170783.151460.121640235783/10154372016580784/?type=3&theater)

Advertisements

Ein Gedanke zu “Interview mit Captain Capa am 19.01.2017! #Capa2017

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s