Album Review: Bastille – Wild World

Spätestens seit „Pompeji“ ist die britische Band jedem ein Begriff. Ob Wild World an die Erfolge des ersten Albums „Bad Blood“ anknüpfen kann?

Die britische Band, die nach dem Tag der Sturm auf die Bastille (und dem Geburtstag ihres Bandmitglieds) benannt ist, veröffentlichte ihr zweites Album bereits Anfang September. Doch dies ist kein Grund für mich, auch noch jetzt ein Review zu schreiben.

Die Single-Auskopplung „Good Grief“ lief in der ersten Zeit sehr oft im Radio, und mir gefiel obwohl es um Trauer in diesem Lied geht, die positive Grundstimmung direkt beim ersten Mal hören. Zu dem liefert der Song 1a Ohrwurm-Potenzial. Ich sag nur „I miss you, I miss you, I miss you more!“

Das zweite Album umfasst 14 Songs, die ca. 49 Minuten laufen. Starter ist  gleich der frische und Gute-Laune Song „Good Grief“. Im Anschluss kommt dann ein etwas deftigerer Sound „The Currents“. Neben der Standardversion des Albums, gibt es auch eine Version mit weiteren Songs. Scheint heutzutage Gang und Gebe zu sein 😉

Das zweite Album ist ja bekanntlicherweise immer nicht  ganz so einfach, besonders wenn man mit seinem Debut solche große Erfolge gefeiert hat. Ob wie viele andere Bastille genau denselben Weg gegangen sind wie bei „Bad Blood“ würde ich allerdings nicht behaupten. Klar, sie sind ihrem Stil treu geblieben, aber warum denn nicht? Was ist denn falsch daran einer Stilrichtung treu zubleiben. Schließlich ist es auch dieser Stil gewesen, der ihnen die großen Erfolge eingefahren hat.

Definitiv ist das ein Pop-Album, aber was ist daran so verkehrt? Ich kann nicht beurteilen, was daran falsch ist. Einschlägige Sounds und leichte Refrains machen es leicht sich in Songs einzufühlen, gerade für Hörer die nicht so sehr auf Lyrics achten. Für jemanden wie mich, der viel Wert auf Lyrics legt, ist natürlich ein wenig traurig das man aus der Geschichte von „Good Grief“ so einen gute Laune Song gemacht hat. Aber, und das ist der wichtige Punkt, es heißt ja schließlich auch „Good Grief“ und nicht Bad Grief!

„Hold me in this wild wild world“ singt Smith im Song „Warmth“ und singt uns über die einseitige Berichterstattung etwas vor. Besonders charmant ist der britische Akzent, der beim singen immer so wundervoll durchkommt. Auch wenn ich dadurch manchmal Verständnisschwierigkeiten habe 😉

Durchgehend hört man in diesem Album Elektropop mit Synthie und nettem Indie-Rock. Der typische Bastille-Sound, der auf der weltweiten Tour in Tourbussen und Hotelzimmer entstanden ist. Wir wollen aber gar nicht wirklich etwas anderes oder?

Für mich ist klar, dass das Album keine großen Überraschungen liefert und es ist auch gar nicht so wild wie der Titel uns es verspricht. Mir gehen leider die Themen in den Songs etwas unter, aber dennoch lauscht man gerne der Stimme von Dan Smith!

Anspieltipps: Good Grief, Warmth, Power, Send Them Off

  1. Good Grief
  2. The Currents
  3. An Act of Kindness
  4. Warmth
  5. Glory
  6. Power
  7. Two Evils
  8. Send them off!
  9. Lethargy
  10. Four walls (The ballad of Perry Smith)
  11. Blame
  12. Fake it
  13. Snakes
  14. Winter of your youth

Tourdates:

17.11.2016 Hamburg / Sporthalle

25.11.2016 Berlin / Max-Schmeling Halle

28.11.2016 München / Zenith

29.11.2016 Düsseldorf / Mitsubishi-Electric Hall

 

Website: http://www.bastillebastille.com/

Bild: http://img.wennermedia.com/620-width/rs-247208-RS-BASTILLE.jpg

 

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