Deichbrand Festival 2016, Part II

Hier der versprochene Part II meines Deichbrand-Festivals 🙂

Da war er schon – der Samstag. Sind die Besucher erst einmal auf dem Gelände, dann vergeht die Zeit auf dem Festival wie im Flug. Eigentlich echt schade! Am Samstag war bandtechnisch bei mir auch nicht so viel angesagt. Ich wollte die sehen, die fast jeder sehen wollte „Seeed“. Aber bis dahin war es noch ein laaaanger Tag. So beschloss ich einen Besuch beim Artist Check-in abzustatten und verbrachte fast meinen gesamten freien Tag dort. Es war eigentlich echt witzig und wenn man alleine ist und nichts oder zu viel zu tun hat, dann ist eine zweite Person doch eigentlich genau das Richtige, oder? So half ich dort aus, besorgte mir im Anschluss mein Abendessen und ging direkt zu meiner Merch-Schicht. Auch dieser Tag war wieder sehr voll und alle Leute wollten Merch kaufen. Die erste Ware war bereits ausverkauft, anderes wurde nachgeliefert. Der typische Wahnsinn eben 😀 Die Leute waren entspannter als am Vortag, manche ließen sogar etwas Trinkgeld da, mega lieb! J Mit einigen konnte man rumblödeln, andere überzeugte man zu beiden T-Shirts á la „Ich kann mich nicht entscheiden“ „Dir steht beides super!“ „Ich nehm beide!“. Die erste Stunde von Seeed habe ich nur akustisch mitbekommen, danach wurde ich aber in die Pause „gescheucht“ und konnte mir noch ca. eine halbe Stunde ansehen. Dafür, dass Peter Fox mit 39 °C Fieber und kaum Stimme aufgetreten ist, hat er eine richtig krasse Show geliefert. Aber allgemein war das Bühnenbild mit der 11-köpfigen Band Wahnsinn. Die typischen Peter Fox-Affen, Tanzeinlagen, die Songauswahl. Seeed waren wirklich der beste Headliner meiner Meinung nach. Peter Fox Songs á la „Schwarz zu blau“ und „Schüttel dein‘ Speck“ und die Seeed-Topsongs á la „Ding“, „Augenbling“, „Molotov“, „Wonderful world“ und „Aufsteh‘n“ ließen die Menge tanzen. Spätestens bei diesem Auftritt wurde man passiv-Kiffer und tanzte mitten in der Menge. Das war ein Spaß. Muss mir unbedingt mal ein Konzert von denen anschauen! Danach ging’s zurück zur Schicht und wieder war ich gegen 3 Uhr im Bett.

Sonntag – letzter offizieller Tag, die Zeit ist gerannt. Heute spielten aber sämtliche Bands, die ich sehen wollte: Russkaja, Silverstein, Combichrist!

So begann mein Festivaltag um Punkt 12 Uhr mit Russkaja. Es war sonnig, es war heiß, es war trocken – dann kamen die Secus und spritzten mit ihren Wasserpistolen und Wasserflaschen die Menge nass. Ein Hoch auf die Secus! Punkt 12 Uhr und echt viele Menschen vor der Firestage. Die Band war begeistert, das Publikum war es auch! Schätzungsweise habe ich genauso viel Dreck gefressen wie bei Callejon. Begeisterte Menschen rocken, tanzen, pogen, springen oder spielen den Psychotraktor. Ein unter Russkaja-Fans allseits bekanntes Spiel. Es wird ein Kreis gebildet, in dessen Mitte stellt sich eine Person, wahlweise auch zwei – diese bilden den Mittelpunkt. Um diesen Mittelpunkt bildet sich ein Circle Pit. Bei diesem Spiel geht es um das Gemeinschaftsgefühl, die gegenseitige Hilfe – die Bildung eines Kollektivs. Fällt jemand hin, dann wird der Person schnell aufgeholfen. Eine einzige Staubwolke bildete sich und die Menschen rannten und hüpften im Kreis. Russkaja sind eine tolle Live-Band und jeder der sie mag, sollte unbedingt auf eins ihrer Konzerte gehen – oder zwei, oder drei… Die Live-Klassiker „Wake me up“ (Avicii-Cover), „Change“ und „Peace, Love and RussianRoll“ wurden natürlich gespielt. Zu „Change“ sollten alle den Kopf im Takt bewegen. Nicht einfach so. Sondern wie eine Taube: Kopf geradeaus nach vorne und wieder zurück. Sieht witzig aus, wenn eine ganze Menschenmenge das macht. Viele Interaktionen mit dem Publikum, eine großartige Bühnenperformance und ein toller Sonntags-Auftakt! Abschließend wurden die restlichen Kräfte in „Energia“ gesteckt und es wurde sich nochmal richtig ausgepowert. Eine Dreiviertelstunde voller Energie, Dreck und Sonne! 🙂

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Etwas Pause, die Sonne genießen und vom Festivalcrew-Office aus die Live-Musik lauschen – daraus bestand mein Sonntag. Bis zum Schichtanfang gegen 17:30 Uhr. Merchandise again (vielleicht sollte ich mich nächstes Jahr für die Merchandise-Crew bewerben :3).

Um 18:45 Uhr war mein nächster Programmpunkt angesagt: Silverstein im Palastzelt. Ich höre diese Band seit einer halben Ewigkeit (sicher seit 11 Jahren – meine beste Freundin, Tabea, hat sie mir damals gezeigt und wir kennen uns seit 11 Jahren dieses Jahr :D) – aber live habe ich sie noch nie gesehen. Kleiner Spoiler: Wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein *-* Ich habe mich offiziell erneut in diese Band verliebt! Energetische Performance, geiler Sound und tolle Songauswahl! Von „Face of the earth“ über „Broken Stars“ bis hin zur Zugabe „Smile in your sleep“ und „My heroine“. Bei der Zugabe habe ich mich noch einmal wie 13 gefühlt. Kleiner Konzertetipp: Die Band ist bald in Deutschland auf Tour, hin da, lohnt sich!

Bis 21:15 Uhr arbeitete ich nochmals und konnte eine weitere Pause für Combichrist einlegen. Eine Band, die ich auf dem Deichbrand nie erwartet hätte, aber was mir sehr gefallen hat. Combichrist ist eine norwegische Band die dem Genre „Aggrotech“ zugeordnet werden können. Aggressive Beats, aggressive Bühnenperformance á la: fliegende Drumsticks, fliegende Wasserflaschen und fliegende Drum-Teile. Achtung, Köpfe einziehen! 😀 Anfangs waren nicht allzu viele Zuschauer vor der Bühne, mit der Zeit verdichtete sich die Menge jedoch und es kamen mehr Zuschauer. Das Publikum rockte und hieß die Band auf dem Deichbrand Willkommen. Einige gespielte Songs waren „Get your body beat“, „No redemption“ und „Can’t control“. Meiner Meinung nach war der Auftritt zu kurz, aber das hat man ja meist auf Festivals. Bin sehr gespannt auf den Auftritt beim M’era Luna. Denn genau wie Oomph! treten sie kommendes Wochenende auch dort auf.

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K.I.Z. hörte ich mir während der Arbeit an. Haben scheinbar gute Stimmung gemacht mit Songs wie „Spast“, „Hurra die Welt geht unter!“, „Boom Boom Boom“, „Ein Affe und ein Pferd“ oder „Urlaub für’s Gehirn“. Hat mir die Arbeit ver“süßt“ – mehr kann ich zur Band nicht sagen.

Das war schon das Festival. 7 Tage voller Action, Sonne, Spaß, geiler Menschen und guter Musik! Es ist immer wieder schön zur Deichbrand-Familie zurückzukehren!

~Eure Brandstifterin Michelle

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