Deichbrand Festival 2016, Part I

Sorry, sorry, sorry! Ich habe es nicht eher geschafft euch an meinem Deichbrand-Erlebnis 2016 teilhaben zu lassen. Uni, Praktikum, Masterarbeit, Zahnarzt. Aber wie heißt es so schön: Besser spät als nie 🙂 Hier der 1. Teil meines Deichbrand-Festivals 2016.

Auch dieses Jahr war ich erneut ein Teil des Deichbrand-Festivals und durfte mich als Troubleshooter beweisen. Ich verließ also meinen alt eingesessenen Arbeitsplatz am Check-in Mitte.Troubleshooter sind die „Mädchen für alles“ – wir helfen wo’s brennt. So trieb ich mich an verschiedenen Arbeitsplätzen rum: am Mittwoch zählte ich das Festival-Merchandise und baute einen Teil des Presse-Bereichs mit auf, am Donnerstag verbrachte ich den halben Tag im Container für den Artist-Check-in und von Freitag bis Sonntag fand man mich abends am Merchandise-Stand auf dem Infield. Aber ich habe ja nicht nur gearbeitet – ich konnte auch einiges an Bands sehen! Aber dafür nochmal zurück auf Anfang.

Bereits am Dienstag reiste ich an. Viele alte und einige neue Gesichter nahmen einen in Empfang und man fühlte sich direkt wieder heimisch ❤ Ein gemütlicher Grillabend und das Reinfeiern in meinen Geburtstag machten den Tag komplett 🙂

Mittwoch ging es dann bereits früh los mit der Arbeit und so arbeitete ich von 09:00 Uhr an im viel zu heißen Merch-Zelt. Das was das Hurricane und RaR an Regen, Sturm und Gewitter hatten, dass hatte das Deichbrand an Sonne zu bieten! So zählten wir die Merch-Pullis und die T-Shirts und hatten eine gratis-Sauna dazu. Andere zahlen dafür – so ist das ja nicht 😀 Später am Tag verbrachte ich Zeit damit im Presse-Bereich auszuhelfen: Teppich verlegen, Tische und Bänke umstellen, Sonnenstühle aufbauen (ich kann’s bis heute nicht T_T :D). Der restliche Tag war nicht allzu spannend und ich war relativ früh im Bett, da der Folgetag wieder sehr früh für mich begann. Der Donnerstag fing daher schon gegen halb 9 mit der Schicht an – effektiv aufgestanden bin ich also gegen halb 7.

Für mich fing der Tag mit dem Artist Check-in an. Die erste Zeit war’s sehr langweilig – aber so nach und nach trudelten die Tourmanager, Bands, DJ’s und alle die zu mir mussten ein. Es war sehr interessant und spannend zu sehen wie die Bands so anreisen, wie viele Leute sie dabei haben (Saltatio Mortis sind beispielsweise im riesigen Nightliner mit 22 Personen angereist, Tarja Turunen hatte auch ca. 13 Personen dabei und die kleinen Künstler kamen dann teilweise mit 1-5 Leuten im kleinen Polo vorgefahren). Manche Künstler waren super gesprächig, andere fertig von der Fahrt und wieder andere hatten noch ca. 15 Minuten bis sie auf der Bühne stehen sollten – von allem was dabei und dementsprechend waren die Launen verteilt. Alles in allem ein sehr spannender Job!

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Donnerstag spielten auch die ersten Bands und so stand ich nachts um 00:20 Uhr im Palastzelt und grölte lauthals zu Oomph! mit. Fanden meine Stimmbänder nur so semi, aber die wurden auch alles andere als geschont auf diesem Festival! Leider spielte die Band nur ca. 45 Minuten und besonders „Kleinstadtboy“ fehlte mir :< Aber der Auftritt war wieder große Klasse! Von „Gekreuzigt“ bis „Das letzte Streichholz“, von „Der neue Gott“ bis „Sandmann“, von „Labyrinth“ bis „Augen auf!“ . Oomph! lohnen sich live immer wieder. Bin schon auf den Auftritt auf dem M’era Luna gespannt! Nach Oomph! endete der Tag für mich.

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Am Freitag war gar nicht so viel Action angesagt. Bandmäßig interessierte mich effektiv nur Callejon und die heimsten jede Menge Power ein von mir. Es war heiß, es war staubig und die Menge war schweißlastig – aber es war geil! Mit relativ guter Sicht aus einer der vorderen Reihen bekam ich alles mit und auch Callejon entrissen mir erneut meine Stimme. Live auch immer wieder ihr Geld wert! „Blitzkreuz“, „Wir sind Angst“, „Schwule Mädchen“, „Kind im Nebel“ oder ganz unter dem Motto Nazis raus „Schrei nach Liebe“ sind nur ein kleiner Einblick in die Setlist von Callejon. Den Abschluss bildete natürlich „Porn from Spain 2“ – schade dass K.I.Z. erst am Sonntag aufgetreten sind, wäre endlich mal geil gewesen, dieses Feature live zu sehen! Das einzige Manko war, dass die Vocals bzw. das Mikrofon viel zu leise gestellt waren. Manchmal konnte man die Lyrics nicht von der Bühne hören – sondern nur das Gegröle der Menge.

Zerstört wie eh und je machte ich mich auf den Weg zum Catering und besorgte mir was zu essen, dann machte ich eine Pause und ging gegen 17:45 Uhr zur Merchandise-Schicht. Was da meine Aufgabe war? Nett sein, Leute animieren, Merch verkaufen und vieles mehr 😀 Endlich wieder mehr Kontakt zu den Besuchern – ich liebe es mit den Festivalbesuchern zu arbeiten, man erlebt die verrücktesten Dinge, hört witzige Geschichten und zwischendurch steht mal ein bekanntes Gesicht dort und will was von dir kaufen. Tatsächlich war die Merchandise-Schicht anstrengender als erwartet. Das Zelt steht etwas höher als der Boden des Infields, daher musste man ständige eine Stufe rauf und runter steigen, wenn man mit den Besuchern geredet hat. Manche wollten 5 Mal was anderes sehen, andere fanden die Farben doof. Das gehört dazu. Aber die meisten Leute waren sehr nett (wobei die Bilanz zum Samstag und Sonntag hin stiegen!). Es war sehr lustig und echt viel los. Letztendlich machten wir gegen halb 2 das Merch-Zelt zu, zählten die übrige Ware und konnten gegen 2:15 Uhr Feierabend machen. Das schlimmste danach war der ca. 10-minütige Gang zurück zum Crew-Camp. Mit schmerzenden Füßen, keiner Kraft und der Intention zu schlafen sind das die längsten 10 Minuten deines Lebens. 😀

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Das war’s schon mit Part I. Wie der Samstag und der Sonntag waren, das erfahrt ihr morgen 🙂

~Michelle

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