EP-Review: Billy – I’m Not OK

Billy, besser bekannt als Sänger Bill Kaulitz der Band Tokio Hotel, hat ein Solo-Projekt gestartet. Daraus ist eine EP mit 5 Songs entstanden. Der Stil? Ganz anders als vom letzten Bandalbum „Kings of Suburbia“. Melancholisch, tanzbar, leidend, freudig, echt!

Damals war er der wohl meistgeliebte und meistgehasste Sänger Deutschlands. Ich gehörte zu den Tokio Hotel Fans, besitze alle Alben und habe die Musik rauf und runter gehört. Ich habe sogar mal eine Nacht vor einer Konzerthalle verbracht um weit vorne zu stehen (es lag Schnee, es hat geregnet und ich war unter den ersten 300 Personen) :D. Jetzt meldet sich Bill aus der Stille zurück. I’m Not OK heißt seine EP, erschienen ist sie am 20. Mai 2016.

Der Song „Love don’t break me“ eröffnet die EP, mit der Zeile „I’m tired of fighting“ wird man in die Musik eingeführt. Der Sound: elektronisch aber melancholisch. Die Stimme reicht von hohen, lauten, intensiven bis hin zu den leisen, kaum wahrnehmbaren Tönen. Eine unglaublich gute Mischung, die wohl keiner erwartet. Stilistisch erinnert mich dieser Song ein wenig an „Run Run Run“ aus dem letzten Tokio Hotel Album. Bravo! Dieser Song ist ein wahres Meisterwerk!

 

Not Over You“ Ein Song über eine zerbrochene Beziehung. „I can’t forget all of the memories, Baby, I’m wondering: do you still want me, baby?“. Das Auseinanderleben, die Schwere des Trennens – die bittere Zeit nach einer Beziehung. Die Musik ist tanzbarer, fast discotauglich. Trotz des sehr leidenden Textes. Alles in allem eine runde Sache!

Odds are against us“ Auch dieser Song lässt melodisch die Melancholie dieses Songs nicht erahnen. Erst beim Zuhören der Lyrics wird wieder klar: Das Motto der verlorenen Liebe zieht sich durch diese EP. Trotz tanzbarer, elektronischer Beats. Hier verhält es sich ähnlich wie bei „Not over you“. Wobei mir dieser Song persönlich besser gefällt“

California High“ – Stilistisch denke ich direkt an Adam Lambert und sein neustes Album. „I found someone that looks just like you. I found a girl, I think I like her, too.“ Diesem Song hört man den DJ am Mischpult an – hohe Töne wurden gepitcht, dieser Song gefällt mir persönlich nicht sehr gerne. Beziehungsweise: Die Lyrics sind toll, aber die melodische Umsetzung gefällt mir nicht. Zu elektronisch, zu discomäßig, die Atmosphäre von Lyrics und Melodie harmoniert meiner Meinung nach nicht.

Forbidden Love“ Der erste Eindruck dieses Songs ist recht gut. Diese kleinen Akzente im Sound gefallen mir. Die Melodie ähnelt alten Videospiel-Songs. Das macht den ganzen Song sehr sympathisch, meiner Meinung nach. „Forbidden Love“ ist ein guter Abschlussong – als Titel setzt dieser einen Schlussstrich. Auch wenn dieser wieder sehr „Mainstream“ klingt, mag ich ihn wesentlich lieber als „California High“. Beim mehrmaligen Hören könnte mir der Song sogar recht gut gefallen. Die Rauhigkeit in Billys Stimme kommt zum Einsatz und die Vocals sind nicht (so stark) gepitcht. Großer Pluspunkt!

Alles in Allem ist dies eine gelungene EP mit ihren Höhen und Tiefen. Sämtliche Stimmlagen von Billy werden eingebracht. Das musikalische Spektrum ist begrenzt, schade ist, dass lediglich „Love don’t break me“ diese melancholische Stimmung besitzt. Das Motto ist in allen Songs untergebracht und die Lyrics sind sehr echt. Das gefällt!

Anspieltipps: Love don’t break me!

Tracklist:

  1. Love don’t break me
  2. Not over you
  3. Odds are against us
  4. California high
  5. Forbidden Love

Reinhören könnt ihr HIER.

~Michelle

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