Albumreview: Milow – Modern Heart

Bekannt wurde der belgische Sänger mit seinem Cover zu „Ayo Technology“. Nach diesem Hit konnte sich keiner mehr den sympathischen Belgier aus der Musikbranche wegdenken. Sein fünftes Album erschien nun endlich am 13. Mai und es gibt viel neues, aber auch viel gewohntes!

Vorneweg, Milow hat sich bei diesem Album entschieden über sich selbst hinauszuwachsen und Dinge zu probieren, die er für nicht möglich hielt. Er selbst sagte, dass er selber die Grenzen für seine Musik gesteckt hat, nicht sein Publikum. Diese wollte er nun überwinden und entschied sich für die Zusammenarbeit mit Menschen, mit denen er auf den ersten Blick nichts am Hut hat(te). Hierzu zählt der Songwriter und Produzent Brian Kennedy (Rihanna, Chris Brown), und die Produzenten Joe Chiccarelli (The White Stripes, Jason Mraz) und Marius de Vries (Björk).

Bei diesem Zusammenspiel von verschiedenen Stilen, da können ja nur Überraschungen auf uns warten. Und sagen wir mal so: Die erste Single-Auskopplung gefällt mir mehr als nur gut. Ein toller Song für laue Sommerabende.

Doch nochmal von Anfang an. Das Album „Modern Heart“ besteht aus 14 Songs (Deluxe Version) und läuft sage und schreibe 51 Minuten lang. Wobei das eigentliche Album nur aus 9 Songs besteht (das ist heutzutage wohl normal geworden), dafür gibt es aber noch einmal fünf Songs als Live Zugabe. Eine schöne Idee!

Das Album beginnt mit dem Song „Waiting Around For Love“ und zeigt deutlich die neuen elektronischen Einflüsse, die bei diesem Album auch auf jeden Fall mit einfließen sollten. Was jedoch noch immer im Vordergrund bei diesem Song steht, ist seine wunderbare klare Stimme. Die elektronischen Beats dienen nur zur Untermalung und das harmoniert super gut zusammen. Milow lässt sich einen durch diesen Song langsam an das „Moderne und neue“ gewöhnen. Das finde ich wirklich sehr nett! 😉

„Lonely One“ überzeugt mich vor allem mit seinem tollen Text, den kann man gefühlt gleich beim ersten Hören mitanhören. Der Refrain hört sich super schön an und ich finde der Beat unter dem Gesang nimmt die Story wunderbar gut mit. Nicht ganz so eintönig wie der erste Song. „Looking out at these bright lights shining on you.“ Was für eine wunderschöne Zeile. Ich habe da ja so einen kleinen Fetisch, für solche tolle Zeilen.

Wahrscheinlich wird „Howling At The Moon“ einer meiner Sommersongs dieses Jahr. Es gibt ja immer so ein paar Songs, die man später hört und sich dann genau daran erinnert. An diesen einen bestimmten Sommer. Dieser Song hat das Potenzial dafür. Mit seinem super lockeren Beat, der schöne Text und wie sage ich so schön „Mein dicker Zeh wippt, wenn ich den Song höre.“ Das ist immer ein sehr gutes Zeichen. Ich hab sogar Lust zu tanzen. (Das passiert bei mir nicht so oft :D)

„The Fast Lane“ kommt dann schon wieder irgendwie ruhiger daher. Also so weit das mit dem Elektro-Beat darunter möglich ist. Ein wunderschöner stimmiger Song. Besonders der beinahe schon Sprechgesang an manchen Stellen gefällt mir sehr. Er ist so wunderbar leise und tief. Schön!

„Love Like That Is Easy“ funktioniert ähnlich, hier haben es mir besonders die Lyrics angetan. Der liebe Milow singt gerne über die Liebe, habe ich sodass Gefühl. Aber das ist schön. Ich lausche ja gerne seiner Stimme und da finde ich es noch schöner, dass hier nicht viel Schlagzeug oder sonst was drunter gemischt ist, sondern das man schön den Fokus auf seine Stimme legen kann. Okay, es kommt doch noch etwas mehr Beat dazu und ich hab ein Schlagzeug gehört, aber das galt dem Anfang. Hey, das passt aber auch sehr gut zum Song!

Endlich kommt meine geliebte Gitarre! Also, so dass ich sie auf jeden Fall erkennen kann. „No No No“ beginnt so schööööön mit Gitarrengeklimper. Ich liebe es! Erinnert fast an den ganz anfänglichen Milow, wenn man sich die anderen Beats weg denkt, aber die machen das ganze dafür interessant und frisch. „Running Blind“ kann man praktisch als die Ballade des Albums bezeichnen. Irgendwie. Der Song fängt recht dramatisch an und der stimmungsvolle Beat bleibt dem ganzen Lied über treu.

„Really rich“ ist wieder einer dieser Songs, der eine tolle Botschaft hat. Zumindest für mein kleines wanderlustiges Herz. Da sind so viele tolle Referenzen zum Reisen drin, zur Welt und was das Reisen mit einem macht! Gosh, Milow da hast du wirklich was tolles geschrieben. Du sprichst mir aus der Seele und der Text trifft mein Herz!

„Way Up High“ ist der letzte Song des Albums und beginnt mit einem schnieken Piano-Intro. Ich mag Klavier ja sehr. Der Song geht ganze sechs Minuten lang und da ist jetzt auch die echte Ballade des Albums. Schön, aber nicht mein Favourit.

Fazit:

Ich glaube es ist jetzt keine Überraschung, wenn ich sage, dass ich Milows Album sehr mag. Er war mutig und hat sich auf neues eingelassen. Das ist nicht leicht, egal in welcher Lage man ist. Ob als Musiker oder „normalo“. Ich bin aber der Meinung, dass sich dieser Schritt wirklich sehr gelohnt hat, denn Milow ist wirklich „modern“ geworden (Als ob er vorher altmodisch gewesen wäre, tzz..) und beweist, dass Elektro nicht immer gleich klingen muss. Nein, ich spreche da nicht den Einheitsbrei an, der ständig im Radio läuft. Wie könnte ich nur?! 😀 Ich kann nur sagen, „Modern Heart“ ist eine Investition wert!

-Janna

Anspieltipps:

Howling At The Moon, Lonely One, The Fast Line, No No No, Really Rich.

Playlist:

1 Waiting Around For Love

2 Lonely One

3 Howling At The Moon

4 The Fast Line

5 Love Like That Is Easy

6 No No No

7 Running Blind

8 Really Rich

9 Way Up High

Tour-Daten:

28.05.16 N-Joy Starshow / Hannover

09.07.16 Honberg Tuttlingen

03.08.16 Kloster Hirsau / Calw

2408.16 Zeltfestival Ruhr / Bochum

 

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