Albumreview: Transition to self – Driven by Clockwork

Albumreview: Transition to self by Driven by Clockwork

Die noch recht junge, aus Hannover stammende Band, Driven by Clockwork hat ihr erstes Album aufgenommen und veröffentlicht. Transition to self heißt es und besteht aus 9 Songs.


Zu Beginn lässt sich sagen, die Jungs können definitiv Musik machen. Der Sound lässt sich nicht eindeutig einordnen, aber wer wird schon gerne in nur eine Schublade gesteckt? Keiner. Dennoch ordnet sich die Band im Gerne Alternative, New Wave, Post-Rock und Shoegaze ein. Die vierköpfige Truppe, bestehend aus Tim (Gitarre, Vocals, Keys), Flens (Gitarre, Vocals, Keys), Dominik (Bass) und Marten (Schlagzeug), zeigt mit ihrem ersten Album vor allem was sie musikalisch drauf haben. Damit meine ich gerade das instrumentalische Können. Das Zusammenspiel von Gitarre, Schlagzeug, Bass und Keyboard funktioniert hier wunderbar harmonisch und es sind wirklich tolle Melodien entstanden.
Grund zur Kritik gibt es dennoch. Denn so gut wie das Zusammenspiel der Instrumente ist, so problematisch ist für mich leider das Zusammenspiel von Instrumenten und dem Gesang. Kein Grund zur Sorge, ich sage jetzt nicht dass hier das Singen vielleicht lieber gelassen werden sollte, aber irgendwie wirkt das Ganze noch nicht richtig ausgereift. In vielen Songs fehlt mir einfach die Harmonie von Gesang und Instrumenten. Oftmals wirkt die Stimme etwas verloren in den tollen Kompositionen, vieles geht leider unter. Denn, ja wirklich, mir gefällt die Stimmfarbe total. Es ist nicht gerade die gewöhnlichste Stimme und manchmal ist sie etwas rauchig. Darauf stehen die Frauen 😉
Vielleicht wäre es vorteilhaft einfach in dieser Ebene zu bleiben, tief und rauchig. Gerade die höheren Töne haben mir nicht so gefallen, aber hey. Jeder fängt mal an und es ist ja nicht so als wäre ich eine begnadete Sängerin. Eher Nörglerin auf hohem Niveau. Und das tue ich hier ja auch im großen und ganzen.
Ein weiterer Punkt, der für mich irgendwie immer wichtig ist, dass der Gesang auch nicht wirklich hundertprozentig deutlich ist. Klar, ich verstehe das meiste, aber eben nur das meiste. Ich finde es immer schade wenn man die Texte nicht richtig verstehen kann. Gerade wenn es auf Englisch ist. Teilweise erschließen sich dann ja erst richtig die Kontexte und man kann sich dem Song richtig öffnen wenn man auch rafft worum es geht. Ja, dazu muss man Englisch können – keine Panik kann ich!
Den Aufbau vom Album finde ich gut. Besonders angetan hat es mir das Intro. Ich hab mich irgendwie ein bisschen wie auf Urlaub gefühlt, wobei auch da eine Art Antrieb war. „Driven by Clockwork“ eben. Denn der „Clockwork“-Sound ist im Intro sehr vertreten. Auf eine Art und Weise war das Intro „soothing“ (Mangel an Deutschkenntnissen), wozu bestimmt die leichten Wellengeräusche im Hintergrund beigetragen haben. Das einzige was mich dann doch gestört hat war das Gerde da zwischendrin. Davon bin ich einfach kein Fan. Ach, und das einzige was sich mir nicht ganz erschlossen hat wieso sie das Album nicht gleich mit dem Interlude haben enden lassen. Der lässt das nämlich so schön ausklingen. Zwar geht das letzte Lied nahtlos über und ich finde es auch echt gut, aber irgendwie…. da wäre das Konzept mit Intro und Interlude stimmiger gewesen wenn man es auch richtig durchzieht. Wie auch immer, ist trotzdem nett zu hören. Auch wenn der Interlude nicht am Ende kommt.
In „Time Will Heal“ fielen mir sofort die Drums auf. Kurz dachte ich da wäre eine Macke auf der CD gewesen oder so, aber dann wurde mir klar dass das so gehört. Ein wenig irritierend war es dennoch. Bei eigentlich allen Songs gefällt mir das Gitarrenintro total. Und sowieso, ich finde man kann das ganze Album gut hören. Ich weiß, das wollen die meisten Musiker nicht hören und empfinden das sicher nicht als Kompliment, aber man kann es gut nebenbei hören ohne das es einen irgendwie nerven würde. Für mich ist das immer ein Kompliment an die Musiker, weil es gibt nicht vieles was man einfach so laufen lassen kann ohne das sich jemand davon gestört fühlt. Wirklich.
Meine Lieblingssongs sind übrigens „Heart of Us“, „Rough Sea“ und „From The Ashes“. Also unbedingt mal reinhören.

Transition to self

01 INTRO

02 TIME WILL HEAL

03 GLOOM

04 HEART OF US

05 AEON CALLS ME

06 CASCADE

07 ROUGH SEA

08 INTERLUDE

09 FROM THE ASHES

Live gibt’s die Jungs auch:
31.07.2015 Hannover, Fährmannfest
01.08.2015 Neustadt am Rübenberge, Sofaa Festival
13.08.2015 Hannover, Maschseefest (Maschseequelle)

Transition to self kann man ebenfalls käuflich erwerben:
Digitales Album (6€) und die CD (8€)

-Janna

Links:

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Picture Credit: Driven by Clockwork

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