Interview mit Captain Capa am 29.05.15 im Molotow in Hamburg

2007 gründete sich ein deutsches Electronic-Duo in Bad Frankenhausen. Die damalige Besetzung bestand aus Hannes „Ashi“ Naumann und Maik Biermann. Bis 2010 war die Band bei Cobretti Records unter Vertrag, seit 2010 arbeiten sie unter Audiolith Records.

Captain Capa in alter Besetzung: links Ashi und rechts Maik (Quelle: sleazemag)

In ihrem Gründungsjahr veröffentlichte die Band ihre erste EP „These Fights Are Never Over“. Das erste Album von Captain Capa „Tonight is the constant“ erschien im Mai 2009.

Anfang 2015 verließ Maik die Band und Ashi überlegte sich was er tun sollte. Er holte sich also zwei mehr oder minder neue Personen dazu und prompt war Captain Capa ein Trio bestehend aus Marco (ehemalig Gitarrist bei Supershirt) und Mario, den viele vom Merchandise-Stand kennen. Zusammen brachten die drei am 22.Mai ihre EP „Death of a Hydra“ raus, die 3 Songs enthält.

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Captain Capa in aktueller Besetzung (v.li.) Mario, Ashi, Marco (Quelle: Facebook)

Bisherige EPs und Alben waren folgende:

EPs

These Fights Are Never Over, 2007

Tote Tiere (mit Supershirt), 2010

Death of a Hydra, 2015

Alben

Tonight is the constant, 2009

Saved my Life, 2011

Foxes, 2013

Zur neuen EP und zum Bandmitgliedswechsel haben wir uns einige Fragen überlegt. Tabea, Lea und ich (Michelle) hatten am 29.05.15 in Hamburg die Möglichkeit die Band dazu zu interviewen. Viel Spaß beim Lesen!

Anmerkung: Das Interview ist schriftlich verfasst nur noch halb so witzig wie es wirklich war! Eine super sympathische Band und eine super Atmosphäre waren das!

„Wie beschreibt ihr euch gegenseitig in drei Worten?“ –„Geil, geil, geil!“

IKLM: Ihr seid von nun an ja zu dritt unterwegs, wie kam das? Marco, du warst ja vorher bei Supershirt und ihr habt schon eure Abschiedstour im Oktober bekanntgegeben. Hattest du einfach Lust auf was Neues?

Marco: Ja, genau NOCH sind wir ja dabei!

Also aus meiner Perspektive hat Hannes mich irgendwann um 17:03 Uhr angerufen und gefragt ob ich Bock auf Touren hab…

Hannes: Schön, dass du das noch so genau weißt!

Marco:  Und dann hab ich ja gesagt.

Hannes: Also Marco saß eigentlich seit 2 Jahren am Telefon, am Hörer und hat gewartet, dass es endlich klingelt.

Marco: Mutter – aufgelegt.

Hannes (Marco nachahmend): „Ich hab keine Zeit, ich warte auf Hannes‘ Anruf!!!“

Ich hab das ja ganz lange mit Maik gemacht als famoses Duo.  Und Maik hat sich nach der zermürbenden Amerika-Tour… hat er plötzlich… Hat das Schwein seine Freundin geschwängert (lacht). Er hat mir dann gesagt „Ja tut mir leid, aber ich krieg’n Kind, ich glaube dann kümmere ich mich lieber erst mal darum. Bevor ich hier den wilden Tourzirkus weitermache!“ Und da hab ich dann natürlich gesagt: Ja logisch, da gab es überhaupt kein böses Blut. Und ich hab dann überlegt was ich stattdessen mache und ob ich das weitermache und dachte dann COOL, ich hol mir einfach gleich zwei neue Leute dazu. Weil ich hatte nicht so Lust einfach irgendwie zu sagen „Ja ok, wir ersetzen den jetzt einfach irgendwie“. Ich dachte mir dann lass gleich was ganz neues… das Bühnenbild komplett auf den Kopf stellen. Ich hab mir dann einen fantastischen Gitarristen dazu geholt und jemanden der Merch verkaufen kann. Ne davon ab, der Mario hat Lust die ganzen Synthesizer auf der Bühne zu bedienen damit ich endlich Sänger sein kann.

IKLM: Ihr habt jetzt die neue EP „Death of a Hydra“ rausgebracht.  Was war da so eure Inspiration? Hattet ihr ne Art Leitfaden?

Hannes: Also das war eigentlich das Lustige, dass wir diesmal keinen Leitfaden haben. Das letzte Album von Captain Capa war „Foxes“ und das war, wenn ich an die Aufnahmen denke und an die Studiozeit, das war einfach ganz schön zermürbend. So ein Album zu machen ist immer eine super Verantwortung. Es muss in einer bestimmten Zeit fertig werden und man hat immer im Hintergrund „Wem gefällt das? Finden die Leute das cool?“ Und noch dazu war es thematisch ein sehr düsteres Album, ein sehr schweres Album. Ich hatte überhaupt keinen Bock gerade direkt wieder so ein Album zu machen. Und dachte, da wir jetzt eh zu dritt sind, also mit komplett neuer Konstellation, lass uns erst mal wieder den Spaß am Musikmachen finden. Dann haben wir erst mal wochenlang nur rumexperimentiert und jeder hat Ideen dazu geworfen. Und das hat so Spaß gemacht am Ende zu sagen „Ey, jetzt nehmen wir die drei coolsten Songs die dabei rauskommen. Egal ob die zusammenpassen und egal ob das irgendwie nach einer Band klingt oder sowas. Wir nehmen einfach die drei coolsten Songs und bringen die raus um zu zeigen: So können wir jetzt klingen, das sind wir jetzt.“

IKLM: Was ist euer persönlicher Lieblingssong von der EP?

Hannes: Jeder hat einen, oder? *Gelächter*

Mario: Deswegen sind’s drei. *Gelächter*

Hannes: Ich kann mich gar nicht entscheiden..

Marco: Kommt drauf an ob man ihn hört oder spielt!

Hannes: Stimmt, stimmt! Live macht „42 summers“ glaub ich am meisten Spaß (Zustimmung von Mario). Maik und ich, wir waren letztes Jahr in Amerika auf der Vans Warped  Tour und davon handelt halt der Song, der Text.  Der Song ist quasi eine Amerika-Hymne. Deswegen sollte das auch so ein bisschen klingen nach so Ami-Stadion-Rock. Der macht halt live wahnsinnig viel Spaß! Eigentlich  finde ich aber alle Songs total super. Aber eigentlich müsste man sagen mein Lieblingslied ist „Vipera“, deins (zu Marco) ist „42 summers“ und Marios ist „Haruka“.

Marco: Weil jeder hatte so die Schirmherrschaft über einen Song.

Hannes: Ja genau, jeder hat den Löwenanteil an einem Track übernommen.

Marco: Stimmt! Und deswegen sind das auch DREI Songs. Drei Köpfe, drei Songs.

IKLM: Und wie findet Maik die neuen Songs? Habt ihr ihn gefragt?

Hannes: Er war in Berlin bei der Show und hat auch zu unserem Techniker gemeint „Boah, ganz schön fett!“. Ich glaube er findet das ganz cool.

Marco: Beim vorletzten Lied hat er noch mitgesungen. Ich glaub, dass hat er nicht aus Hass gemacht. (Maik ironisch nachmachend) „Geh weg da, ich mach das jetzt!! Das ist scheiße hier!“ Ne, also ich glaube das findet er gut. Sonst wäre er nicht auf die Bühne gekommen und würde uns jetzt feindselig gegenüberstehen.

Hannes: Also das ist ja auch so, Mario und Maik kennen sich ja auch schon seit 1000 Jahren. Maik und ich kennen uns seit 1000 Jahren. Marco und Maik kennen sich seit 2005. Deswegen gibt’s da auch keinen Ärger.

IKLM: Eine Frage zum Songwriting-Prozess: Inwiefern hat sich der verändert? Wer hat zum Beispiel die Texte geschrieben? Habt ihr die alle zusammen geschrieben?

Hannes: Ne die Texte, die habe ich mir auch in der neuen Konstellation unter den Nagel gerissen. Das ist hier MEIN Metier!

Marco:  Allerdings. Höchstens mal gesagt: Da könnte noch was gesungen werden.

Hannes: Stimmt! Das war auch cool! Für mich war das auch generell total abgefahren. Früher sah der Songwriting-Prozess bei Captain Capa immer so aus: Ich hab einen Song angefangen, eine Idee, und hab dann erst wenn ich zufrieden war gesagt: „So Maik, jetzt darfst du mal reingucken. Wo kann da noch Gitarre hin oder so. Mach mal dies und das. Fällt dir noch was ein?“ Dieses Mal hab schon wieder so angefangen und dann kam Marco mit einer wahnsinnig guten Gitarrenidee und ich war erst so „Hmmm, das klingt aber nicht mehr wie mein Song“. Und irgendwann hab ich dann gesagt: „Ne, warte mal, du musst das jetzt mal ablegen. Ihr seid ´ne Band. Ich wollte auch dieses Bandding, ich will das nicht mehr alles alleine machen. Und seit ich mich dazu geöffnet habe fand ich, dass das total viel Spaß gemacht hat. Und das ist auch das erste Mal, dass wir mit „Haruka“ einen Song gemacht haben, mit dem ich am Anfang gar nichts zu tun hatte, also den Mario angefangen hat. Dann hab ich gesagt „Cool, mach ich den jetzt zuende“. Also das Gerüst war schon da, ich fand das war super. Aber die Texte, die bleiben schön in meiner Hand. Ich muss ja auch singen!!  Aber die anderen beiden haben einen wichtigen Einfluss gehabt! Und zwar es gibt eigentlich einen Captain Capa Trademark, das ist das mit den Kraftausdrücken… früher haben wir aus Gag immer, wenn da mal ein „F*ck“ drin vorkommt, haben wir das so verschwobelt im Track. Das fand ich immer super cool und wir haben im neuen Song „Vipera“ auch so eine Stelle. Und ich hab wieder damit angefangen „Ja geil, lass das mal machen so.“ Und dann saßen die Jungs da so: “Weißt du was eigentlich viel geiler wär?! Wenn du einfach mal FUCK singst! Lass das doch einfach mal machen… “ und das war euer textlicher Input.

Marco: Deshalb kriegen wir jeweils 5% von der GEMA.

IKLM: Was bei euren Texten auffällt, ist das ihr relativ viel Bezug zum Japanischen nehmt. Zum Beispiel die Lieder „Haruka“ ,„Ikari“ oder das „Sayonara“ in „42 summers“ oder Ashi, dein Künstlername. Wie kommt das?

Marco: Alte Manga-Fans.

Hannes: Ja erstens das. Also das war so, ich war damals so ein kleiner Manga und Anime Fan, du (zu Marco) warst das auch.

Marco: Damals gab’s noch Sailor Moon auf ZDF.

IKLM: Auf ZDF? Lief das nicht nur auf RTL II?

Marco: Damals als ICH angefangen habe nicht!! Da musste ich mir meine eigenen Mangas zeichnen. Und auf VOX liefen dann nachts um 0:00 Uhr…

Hannes: Die großen Anime-Nächte! Supergeil!

Also das Ding ist einfach, das hat ja schon ziemlich früh angefangen. Auf unserem ersten Album waren ja schon solche Verweise drauf, wir haben dann zum Beispiel Samples von Animes benutzt. Ich möchte selbst der größte Fan von meiner eigenen Band sein. Deswegen hab ich halt gerne immer so Sachen, die mich an meine eigene Kindheit, an meine eigene Jugend erinnern. Und das ist halt bei mir dieses Manga-Zeug. Und deswegen bau ich mir immer so kleine Links zu meiner Kindheit ein, so als würde ich zu meinem jugendlichen Ich gehen und sagen: „Hier guck mal, ich mach genau das, was dir jetzt gefallen würde!“

Marco: Darum macht man ja auch Musik. Es gibt ja noch nicht die Musik, die einem gefällt.

Hannes: Und bei „Haruka“ hat das jetzt gepasst, weil wir 2013, für einen Kurztrip in Japan waren. Der hat mich total geflashed.  Und ich wollte dieses Flair unbedingt mal in einem Song einfangen und dann kam Mario mit seinem Song und hatte da so asiatische Töne. Und ich dacht mir so „Whoaa, geil! Das wird jetzt das Ding mit dem Japan Flair!“ Und dann hab ich ja noch den Text dazu geschrieben über…

Mario: Ein Mädchen.

Hannes: Über mehrere Mädchen eigentlich. Eigentlich auch über dein Mädchen! Das hatte ja gar nix mit mir zu tun.

Mario: Genau mein Song, ey!

Hannes: Genau! Es geht halt in dem Text darum, dass es Mensch gibt, die man für einen kurzen Zeitraum total gut kennen lernt und die man sich total verknallt. Und dann paar Wochen später textet man gar nicht mehr miteinander. Man hat sich nicht mehr auf dem Schirm. Und so Jahre später: „Achjaaa, da war ja mal was!“. Und damit dieses Exotische bestehen bleibt, dieser Abstand verdeutlicht wird ist es halt eine Japanerin.

IKLM: Habt ihr einen Lieblingsanime?

Hannes: Das Ding ist folgendes: Ich hab mich da ein bisschen von entfernt. Ich hab letztens „Attack on Titan“ geschaut, fand’s auch geil. Aber hab gemerkt, ich komm mit diesen mega übertriebenen Emotionen in so Animes nicht mehr klar. So: „Es gibt nur noch EINE Kartoffel, soll ich DIESE Kartoffel jetzt essen?! Ich weiß nicht ob ich diese Kartoffel noch essen kann!“ Aber sonst Evangelion. Evangelion ist mein Metier.

Mario: Bei mir sind es One Piece und Naruto. Naruto ist jetzt vorbei, aber One Piece ist ja noch voll drin.

Marco: Bei mir ist es seit Ewigkeiten eigentlich Akira. Bald hab ich alle 20 Bände! Noch die alten, farbigen.

IKLM: Also zu Attack on Titan, wenn du ungeduldig bist, dann guck’s nicht, weil es einfach mittendrin aufhört!

Hannes: JAAAA! Das stört!  Ich hätte gerne von Attack on Titan einfach nur’n Schnitt, wo alle Dialoge raus sind! Nur diese Riesen-Szenen, ich finde das sind mit die besten Actionszenen, die es im Anime gibt. Wenn diese Riesen über die Mauer kommen, das ist super geil! Aber jeder 10-Minuten Dialog macht mich einfach nur fertig. Ohhh Gott.

Marco: Dragonball Z-feeling!

IKLM: Drei Folgen lang Kraft sammeln! Und alle am Schreien.

Hannes: Ja, das war furchtbar. Aber bei Dragonball da waren wenigstens die Mangas schön zackig. Die konnte man geil weg lesen!

Marco: Die waren super!

Hannes: Ansonsten viel Studio Ghibli. Ich hab meinen Spitznamen ja, weil ich mich mit 14 in einem Manga-Forum angemeldet habe und mich nach Prinz Ashitaka benannt habe aus Mononoke!

IKLM: Jetzt erstmal vom Japanischen weg. Vor kurzem habt ihr das Video zu „Vipera“ veröffentlicht. Wie passen Video und Text zusammen?

Marco: „Vipera“ ist ja der lateinische Name für Schlange und Schlangen sind ja nicht dafür bekannt, dass sie Leute oder Beute verschonen. Und es geht ja darum, dass diese Frau uns dann vielleicht auf einer Bachelor-Party kennen lernt und uns dann in ihren Pool entführt und vernascht. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Hannes: Also im Song geht’s ums Liebe-machen. *Gelächter* Man könnt jetzt auch zwei Leute zeigen oder so’n Film mit ´ner Orgie oder sowas – aber das wäre alles viel zu einfach und doof gewesen. Ich finde auch, dass der Song so einen düsteren Bite hat. Es geht ja darum, das man irgendwie zurück ins Leben geholt wird, aber ich finde es klingt jetzt nicht sonderlich happy. Und deswegen dachte ich, es wäre vielleicht cool diesen Gegensatz so darzustellen, dieses schöne körperliche irgendwie komplett gruselig umzusetzen. Man sagt ja auch aus Gag so „Ich verschling dich heute Nacht, hahaha!“  Und das ist halt so die Verbildlichung davon glaub ich. Also eigentlich, wollten wir  nur auch mal ein schönes Kunstvideo machen. Und jetzt sitzen wir hier und müssen uns einen Grund ausdenken.

IKLM: Und allgemein eure Texte: Woher nehmt ihr da eure Inspiration?

Hannes: Also das sind immer eigene Erfahrungen gepaart mit ganz vielen anderen Sachen und ein bisschen Fantasie. Es gibt ein paar Songs die super autobiographisch sind, aber ich verrate das immer keinem damit das Mysterium bewahrt wird.

IKLM: Wir sind jetzt auch bald am Ende. Aber ich muss da nochmal auf ein altes Lied eingehen und zwar auf „Faraday“. Das bezieht sich ja sehr stark auf die Serie „Lost“. Bist du ein großer Fan von Lost und was hältst du von dem Ende?

Hannes: Das war eine wahnsinns-Serie! IDie sich am Ende ganz schön verzettelt hat. Ich war mit dem Ende nicht so sehr zufrieden. Aber ich finde trotzdem Lost hat den Weg gegliedert für ganz viele andere Serien. Und ganz viele Sachen eingeführt und erfunden, die jetzt Serien immer noch machen. Und ich finde das ist von der Charakterentwicklung her immer mit die stärkste Serie, die es gibt. Ich war damals so Fanboy, ich hab bei Lost mehrmals geflennt. Ich hab die Theorien so im Internet mitgeschrieben und mitexperimentiert. Ich habe sogar einmal einen Soundfile aus der Serie hochgeladen ins Internet und hab das von so ein paar Freaks analysieren lassen, ob die Pieptongeräusche Morse-Zeichen sind.

Marco: Ich habe auch alle 6 Staffeln innerhalb von zweieinhalb Wochen geschaut. Ich glaube das war auch ein weiterer Grund, warum ich mein Studium geschmissen habe, also neben der Band Supershirt.

IKLM: Wie würdet ihr euch gegenseitig in drei Worten beschreiben?

Mario: Geil, geil, geil! *Gelächter*

IKLM: Drei verschiedene…

Mario: Schon mal geil! *Gelächter*

Hannes: Mario ist gutaussehend, mysteriös und liebenswürdig

Mario: Hannes ist sehr inspirierend.

Hannes: Uuuuuhhh! Marco ist… jetzt wird’s schwierig! Ich muss lieb sagen! Er ist einfach so lieb! Marco ist lieb, verantwortungsbewusst und versiert! Hannes ist besoffen und fett. *Gelächter*

Marco: Hannes ist sehr talentiert, lustig und…

Mario: Verantwortungslos!

Marco: Schlumpig!

IKLM: Was war euer Traumberuf als ihr klein wart? Wolltet ihr schon immer Musik machen?

Marco: Ritter! Danach Musiker.

Mario: Ich wollte Jedi-Ritter werden!

Hannes: Ich wollte tatsächlich Sänger oder Comic-Zeichner werden. Ich habe beides noch nicht ganz aufgegeben!

IKLM: Was ist die peinlichste Platte die ihr besitzt?

Hannes: Ich habe aufgehört mich für Platten zu schämen!

Marco: Das sind dann ja eigentlich Sammlerstücke dann. Aber ich hab eine von den Fat Boys!

Hannes: Wer sind denn die Fat Boys?

Marco: Kennst du die Fat Boys nicht?! Das ist irgendeine 80er-Jahre Rap Truppe, drei Übergewichtige, die rappen halt. „Big and Beautiful“ heißt das Album.

Hannes: Ich schäme mich ein bisschen für die erste CD von meiner eigenen ersten Garagen-Punk-Band.

Mario: Ich hab auch noch eine. Eine gebrannte CD. Mit 50 Cent und so nem Kram, wenn man so alleine im Auto sitzt!

Hannes: Mir fällt gerade eine Platte ein, für die du dich noch mehr schämen musst! Also ich hab ´ne Zeit lang für meine Freunde immer CD’s gebrannt, mit neuer Musik. Und da hab ich immer Sachen drauf geschrieben, damit die die nie weitergeben können! So „Mario stinkt!“ oder so. Und bei Mario hab ich auf einen selbstgemachten Rohling ein Hakenkreuz gemalt und einen Penis, der so um den Rohling rumgeht. Und Mario hat das Auto in die Werkstatt gebracht und dann kam danach der Werkstatt-Typ auf ihn zu und meinte so „Geile CD, die hab ich mir mal ausgeliehen!“ (Zu Mario) Oder wie war das?

Mario: Naja, der fand irgendeine Band gut drauf und hat gesagt: „Eeey, darf ich die mal haben?“ Und ich nur so: „Jaaa okay, klar mach mal!“ Und irgendwann da hab ich’s Auto abgeholt und da hab ich dann halt gemerkt: „Ooooh.. ja, ich lass mich hier am besten nie wieder blicken!“ Jaaa, sehr, sehr peinlich! Gut, dann ist das die schlimmste CD!

Marco: Gewonnen!

IKLM: Das war’s auch schon. Wir bedanken uns nochmal für das Interview!!

 

Und auch hier nochmal: Ein wunderbares, sehr witziges Interview. Eine super entspannte Atmosphäre und eine sehr, sehr sympathische Band. 🙂

~Rock on, Michelle

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