Sängerknaben und Sirenen, 05.04.2015, Hamburg

Moin, Moin!

Das ist jetzt mein erster Bericht, also seid ein wenig umsichtig mit mir 😀 Ich geb mir alle Mühe, für Verbesserungen und Kritik bin ich offen, wir wollen ja, dass es gefällt! 🙂

Tja, während andere sich am Ostersonntag zu Hause einen Ruhigen gegönnt und den Bauch mit allerlei Leckereien vollgeschlagen haben, war ich in Hamburg unterwegs. Natürlich nicht nur einfach so, es stand etwas an: Sängerknaben und Sirenen im Westwerk in der Admiralitätsstraße.
Sängerknaben und Sirenen ist eine Veranstaltung, bei der vier verschiedene Singer & Songwriter auftreten, und jeweils 3 Songs performen, bevor eine Pause kommt, nach der wieder jeder 3 Songs spielt. Seit 2009 findet an fast jedem ersten Sonntag im Monat findet diese schnuckelige Veranstaltung statt.

Ins Leben gerufen wurde dieses wunderbare Event von drei Musikern, die auch ihre eigene Musik schreiben, und der Meinung waren, dass es einfach mehr Abende geben sollte, bei denen man der Musik auf eine besondere Art lauschen kann ; Sasa Jansen, Meike Schrader und Stefan Waldow. Sie laden Musiker ein, gestalten einen Abend mit ihnen zusammen. Und ich muss sagen, dieses Konzept gefällt mir sehr gut!

Im ersten Moment wäre ich zwar beinah daran vorbei gelaufen, aber zum Glück habe ich das kleine Plakat in letzter Sekunde noch gesehen, wer also nicht weiß wohin: Augen offen halten! 😀 Ein wenig versteckt, ein ganz simpler Hauseingang, wenn man um die Ecke schaut sieht man als erstes Fahrräder. Daran vorbei, ein paar Gänge lang, einfach der Musik folgen, schon steht man im kleinen, gemütlichen Raum, wo das Konzert stattfindet. Links von der Theke befindet sich die kleine Bühne, vor der einige Stuhlreihen aufgestellt waren. Erinnerte mich ein bisschen an die Aula in meiner alten Schule, nur in klein, das ist aber keineswegs schlecht gemeint. 🙂

Punkt 19 Uhr fing es an, es gab eune kurze Ansage über den Ablauf des Abends und dann wurde schon der erste Künstler vorgestellt: Jochen Heuck, auch bekannt aus der Queer Szene als Dolly Cluster. Er erzählt mit seinen Liedern, und auch dazwischen, kleine Geschichten, wirklich süß gemacht. Nicht ganz so sehr mein Geschmack, aber ein sehr talentierter und sympathischer Mann!

Direkt darauf folgte Ben Galliers, ein Engländer, mit einem sehr niedlichen Akzent,( aber super Deutsch!!), der in Hamburg lebt. Er war nun schon zum zweiten Mal bei „Sängerknaben und Sirenen“ dabei. Mit seiner Gitarre, seiner Stimme und seiner sympathischen Art hat er mich gleich begeistert. Er hat gerade eine EP draußen, mit, wenn ich mich nicht irre, 5 Liedern. Irgendwie hab ich es vertüddelt, mir die mitzunehmen, hoffentlich komm ich da noch zu!

Nach drei kurzen Liedern kam dann der nächste Künstler. Oder eher, die Künsterlin, and diesem Abend die einzige Frau (aber sie bemühen sich, die Frauen und Männerquote immer Ausgewogen zu halten, wurde extra betont :)). Marie Diot, 22 Jahre, Piano Studentin aus Hannover. Ich glaube ich habe selten so gelacht bei einem Auftritt! Die Art, wie sie sich auf der Bühne präsentierte, erinnerte mich und meine Freunde ein wenig an Poetry Slams. Großartige Lieder mit tollen texten, alles auf Deutsch, aber ich konnte tatsächlich sehr viel von mir und meinem Leben und Gedanken in den Texten wiederfinden. Besonders „Heimat ist ein Ort und Zu Hause ein Gefühl“ und „Bitte Bleib“ haben mir sehr gut gefallen. Sie hat auf ihre Art einen ganz eigenen, trockenen Humor, der wirklich witzig ist. Einfach mal was ganz Neues! Sie hatte keine CDs oder Karten/Flyer dabei, dafür gab es Handgeschriebene Facebooklinks, auf meinem sogar ein sehr individuelles Zebra 😎 .

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(mein Zebra höhö)

And last but not least- der Grund, warum ich eigentlich überhaupt dort war. Ben Barritt. Der zweite Ben des Abends. Ich kenne ihn seit 2012, als er mit Jim Kroft unterwegs war. Inzwischen kann ich ihn als Freund bezeichnen.
Aus der Nähe von London stammend, wohnt er jetzt seit zwei Jahren in Berlin. In meinen Augen ein begnadeter Gitarrist mit tollen Texten. Als er sein erstes Lied spielen wollte, fiel dann leider das Mikrofon aus. Kurzerhand die Gitarre ausgestöpselt, hat er sich einfach an den Bühnenrand gestellt und ohne aushelfende Technik seinen ersten Song performt. Großen Respekt!
Er hat sich alle Mühe gegeben, auf Deutsch zu erklären, wovon seine Songs handeln, was zu einigen Lachern führte (z.B. Am Hintern – „at the back“), und doch konnte man alles verstehen 🙂

Der liebe Ben hat gerade ein Album aufgenommen, was jetzt abgemsicht wird! Das ganze ist ein Crowdfunding Projekt, den Link gibt’s direkt unten drunter! Also – auf auf, ihr tut etwas Gutes!

SPENDEN SPENDEN SPENDEN!!!!

Zum Schluss gibt es nur zu sagen, dass es ein wunderbarer Abend war. Ich kann alle vier Künstler wärmstens weiter empfehlen, sie alle sind besonders auf ihre ganz eigene Art. Also wenn sie in eurer Nähe sein sollten- hin da! 11138694_10155490342495144_7866347793548350006_n
credit of this pic to Ben Barritt 🙂

Das nächste „Sängerknaben und Sirenen“ gibt es dann am 3. Mai, im Westwerk Hamburg in der Admiralitätsstraße. Also wenn ihr da seid, lasst euch da bloß blicken, ihr werdet es nicht bereuen!
Eintritt ist nach eigenem Ermessen- während den Auftritten schwimmt „Erna“ durch die Reihen und sammelt so viel Geld ein, wie euch dieser Abend wert ist ! 🙂 Das war’s dann von mir!

Man liest sich :3

-Tabea

PS: Hier was auf die Ohren! Soundcloud Ahoi

Jochen Heuck

Ben Galliers

Marie Diot

Ben Barritt

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